NWB Verlag

Der NWB Verlag ist ein in dritter Generation geführtes Familienunternehmen mit Sitz in Herne. Der Fachverlag hat seinen Schwerpunkt in den Themenbereichen Steuerrecht, Wirtschaftsrecht und Rechnungswesen sowie mit dem KIEHL Verlag in den Bereichen kaufmännische Aus- und Weiterbildung. Das Produktportfolio besteht aus 17 Zeitschriften, einem Buchprogramm mit über 400 lieferbaren Titeln, zahlreichen Fach-Datenbanken und einem umfangreichen Digital-Portfolio. Unter dem Dach der NWB Akademie finden jährlich ca. 400 Seminare, Tagungen, Inhouse-Trainings und Online-Seminare statt. Darüber hinaus gehört zum Verlag das Innovation lab code and butter in Herne, der Kölner Branchenpresseverlag und Informationsdienstleister JUVE, der SIS Verlag aus Grasbrunn bei München und eine Beteiligung an der Steuerfachschule KNOLL in München.

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Die neue Kassenbonpflicht - Was ändert sich?

Was ändert sich zum 01.01.2020 im Bereich der Kassenführung mit elektronischen Aufzeichnungssystemen? - Ein Beitrag von Dipl.-Finanzwirt Tobias Teutemacher

 

Zum 01.01.2020 wird sich für Unternehmer, die in ihren Betrieben elektronische Aufzeichnungssysteme - wie elektronische oder computergestützte Kassensysteme oder Registrierkassen - zur Erfassung der Geschäftsvorfälle nutzen, hinsichtlich der Kassenführung einiges ändern. Im Folgenden sollen die wichtigsten Änderungen näher erläutert werden.

 

Der neue § 146a AO verpflichtet jeden Steuerpflichtigen, der aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle oder andere Vorgänge mit Hilfe eines elektronischen Aufzeichnungssystems erfasst, dabei ein elektronisches Aufzeichnungssystem zu verwenden, das jeden aufzeichnungspflichtigen Geschäftsvorfall und anderen Vorgang einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet aufzeichnet. Anschließend erfolgt die Dokumentation im Kassenbuch und die Verbuchung der baren Geschäftsvorfälle im jeweiligen Buchführungsprogramm (in der Regel beim Steuerberater).

 

Es gilt der Grundsatz der Einzelaufzeichnungspflicht.

 

Darüber hinaus ist das elektronische Aufzeichnungssystem durch eine vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (zTSE) zu schützen. Die technische Sicherheitseinrichtung soll die Integrität, die Authentizität und die Vollständigkeit digitaler Grundaufzeichnungen sicherstellen. Dies gilt auch für Verbundsysteme (z. B. Serverlösungen in Apotheken mit diversen Eingabeplätzen).

 

Die Protokollierung der digitalen Grundaufzeichnungen muss sicherstellen, dass sich der tatsächlich erfolgte Geschäftsvorfall in den Kasseneinzeldaten so wiederspiegelt, wie er real stattgefunden hat. Für jede Aufzeichnung eines Geschäftsvorfalls oder anderen Vorgangs muss von einem elektronischen Aufzeichnungssystem eine neue Transaktion auf der zTSE gestartet werden.

 

Da zum 01.01.2020 kein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung ausgerüstet ist, hat das BMF eine Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung bekanntgegeben. Danach gilt, dass sämtliche technisch notwendigen Anpassungen und Aufrüstungen bezüglich der zTSE umgehend durchzuführen sind, damit die gesetzlichen Voraussetzungen des § 146a AO erfüllt werden. Die Unternehmer müssen nun mit dem jeweiligen Softwareanbieter in Kontakt treten und die jeweiligen elektronischen Aufzeichnungssysteme bis spätestens 30.09.2020 mit einer zTSE aufrüsten lassen. Im Rahmen von späteren Betriebsprüfungen bzw. Kassen-Nachschauen durch die Finanzverwaltung wird es dann nicht beanstandet, wenn diese elektronischen Aufzeichnungssysteme längstens bis zum 30.09.2020 noch nicht über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen.

 

Seit dem 01.01.2020 gilt die aktuell stark diskutierte Belegausgabepflicht. Um sicherzustellen, dass bei Nutzung von elektronischen Aufzeichnungssystemen jeder Geschäftsvorfall in den digitalen Grundaufzeichnungen abgelegt wird, muss jedem Kunden ein Beleg ausgehändigt werden. Die Belegausgabepflicht gilt grundsätzlich für alle Unternehmen mit elektronischem Aufzeichnungsgerät. Der Beleg muss unmittelbar im Zusammenhang mit dem Geschäftsvorfall dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Er kann elektronisch, z. B. über eine App, oder in Papierform ausgestellt werden. Der Kunde ist jedoch nicht zur Mitnahme verpflichtet! Belege, die vom Kunden nicht mitgenommen werden, müssen von den Unternehmern auch nicht aufbewahrt werden.

 

Der Autor

Handbuch zur Kassenführung

Mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen regelt der Gesetzgeber die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungsvorschriften. Welche Neuerungen gilt es nun zu beachten? Welche Probleme können in diesem Zusammenhang in der Umsetzung auftreten? Wie wird mit Cloud-Systemen umgegangen? Diese und weitere Fragen stellen die Praxis vor neue Herausforderungen.

Elektronische Steuererklärungen – auch offline voll im Zugriff

Steuerberater wissen es längst: Die Download-Software „ELSTERFormular“ wird letztmalig für das Jahr 2019 zur Verfügung gestellt. Anschließend wird sie abgelöst durch den Online-Service „Mein ELSTER“.

Der Einsatz von „Mein ELSTER“ setzt jedoch eine verlässliche und stabile Internetverbindung voraus – z. B. im Hinblick auf die fristgerechte Vorbereitung und Meldung der Umsatz- und Lohnsteuer ihrer Mandanten.  

Die Software „NWB Steuererklärung 2019“ bietet hier entscheidende Vorteile:

  • Sie wird direkt auf dem PC installiert – die Erklärungen können „offline“ erstellt und die Daten direkt auf PC gesichert werden.
  • In der Software können unbegrenzt viele Mandate und Erklärungen erstellt und bearbeitet werden.
  • Die 5-Platz-Lizenz ermöglicht das parallele Arbeiten an bis zu fünf Arbeitsplätzen.

Durch die große Anwendungsbreite ist NWB Steuererklärung 2019 eine passende Lösung für kleinere Steuerberatungskanzleien oder nebenberufliche Tätigkeiten, die beim Einsatz von Softwarelesungen technisch unabhängig bleiben wollen.

Die Software NWB Steuererklärung deckt alle Bereiche ab:

  • ESt, GewSt, Anmeldesteuern, Feststellung, EÜR
  • laufende Buchführung für EÜR, Fahrtenbuch
  • vorausgefüllte Steuererklärung, Datenübernahme/ -importe und vieles mehr.

Für hohen Komfort sorgt dabei auch die Möglichkeit, direkt über die Erklärungsformulare in die Menüs für die Datenerfassung zu gelangen.

Die ELSTER-Schnittstelle wird für sieben weitere Jahre durch Updates unterstützt: Damit sind die den VZ 2019 betreffenden ELSTER-Übermittlungen auch in den Folgejahren gesichert.

 

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