Peter Lang Verlagsgruppe

Die Peter Lang Verlagsgruppe blickt auf über 40 Jahre Erfahrung im Verlegen akademischer Schriften zurück und ist weltweit in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften aktiv. Der Sitz im schweizerischen Bern zentralisiert Geschäftsleitung, Verkauf, Marketing und Vertrieb, die eng mit den in Berlin, Brüssel, Oxford und New York ansässigen Verlagen zusammenarbeiten. Zusätzliche Unterstützung leisten die Redaktionen der lokalen Büros in Wien, Dublin, Warschau und Istanbul. Die Verlagsgruppe publiziert jährlich etwa 1800 Titel.

In den renommierten wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Schriftenreihen des Verlags werden regelmäßig hervorragende aktuelle Studien veröffentlicht, darunter zahlreiche mit Preisen ausgezeichnete Arbeiten. Insbesondere die Rechtswissenschaften waren seit Beginn stark vertreten und machen etwa 20 Prozent des Verlagsprogramms aus.

Unsere aktuellen Empfehlungen

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist wetterabhängig. Noch dazu ist Strom grundsätzlich nicht speicherbar. Was besagt dies für unser Verbrauchsverhalten? Bedeutet die Flexibilisierung der Stromabnahme einen Verzicht zu Zeiten der geringeren Stromerzeugung? Oder gäbe es Instrumente, Strommengen und Kapazitäten zu bündeln, um einen umverteilenden Ausgleich zu erreichen? Ist Versorgungssicherheit ohne Eingriffe in den Markt möglich? Dies nahm der Gesetzgeber mit der Einführung des § 14a EnWG im Jahr 2011 an. Die weitere Konkretisierung des einschlägigen rechtlichen Rahmens fehlt. In diesem Band wird ein Vorschlag entwickelt, wie die Norm in die Praxis umgesetzt werden könnte.

Die Gefahren von privater Jugendpornographie

Vor rund 50 Jahren hat ein bis heute fortwirkender Wandel in Bezug auf sexuelle Fragestellungen stattgefunden, der gemeinsam mit dem technischen Fortschritt der letzten Jahre dazu geführt hat, dass das Versenden eigener, sexualbezogener Aufnahmen Bestandteil des sexuellen Repertoires Jugendlicher geworden ist. Bekannt wurde dieses Phänomen unter dem Begriff «Sexting». Aus strafrechtlicher Sicht von Interesse ist dies vor dem Hintergrund des Jugendpornographieverbots (§ 184c StGB), das bislang ein Schattendasein neben dem Verbot für Kinderpornographie fristet. Der Autor nimmt dies zum Anlass sich mit der Legitimation der Norm auseinanderzusetzen, Beiträge von Aufklärungsinstitutionen auszuwerten und die Gefahren von privater Jugendpornographie unter rechtlichen Gesichtspunkten herauszustellen.

Strafrechtliche Unterlassensverantwortung von Geschäftsleitung und Compliance-Beauftragtem

Unternehmen können sich nach geltendem Recht in Deutschland nicht strafbar machen. Aber wen trifft in Zeiten großer Wirtschaftsskandale die Verantwortung für Straftaten, die aus einem Unternehmen heraus begangen werden? Diese Publikation befasst sich, von der klassischen strafrechtswissenschaftlichen Dogmatik ausgehend, mit der strafrechtlichen Unterlassensverantwortung von Geschäftsleitung und Compliance-Beauftragtem im heutigen Unternehmen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die in den letzten Jahren und Jahrzehnten aufgekommene Thematik der Compliance gelegt und ihre zahlreichen Auswirkungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur aufgezeigt.

Die deutsche Entwicklung des musikalischen Aufführungsrechts

Das Aufführungsrecht ist das erste unkörperliche Recht des Urheberrechts. Dessen Entstehung stellt diese Arbeit anhand der Gesetzesentwicklung von 1837 bis 1901 dar. Der Autor stellt fest, dass die deutsche Entwicklung des musikalischen Aufführungsrechts vergleichsweise langsam und spät erfolgte. So bezog sich die gesetzgeberische Diskussion zunächst nur auf das dramatische Aufführungsrecht, während die Schutzwürdigkeit musikalischer Werke noch nicht anerkannt war. Der Autor untersucht die Ursachen für diese späte Entwicklung anhand der gesellschaftlichen Vorbedingungen für ein musikalisches Aufführungsrecht. Dabei zeigt er insbesondere die Kausalität zwischen dem Bestehen eines öffentlichen Konzertwesens und einer lohnenswerten Rechteverwertung durch die Komponisten auf.

Class action in Australien

Nicht zuletzt der Diesel-Skandal hat die Diskussion um den kollektiven Rechtsschutz neu befeuert. Australien ist dabei neben den USA und Kanada das Land mit der größten praktischen Erfahrung. Der Band untersucht die australische class action auf neue Erkenntnisgewinne für Deutschland. Hauptaugenmerk ist der Umgang mit verschiedenen Schadenstypen sowie die richterliche Vergleichsgenehmigung. Der Autor stellt fest, dass die Debatte um opt-in und opt-out ein Scheingefecht darstellt. Es wird sich für einen dualen Mechanismus von Gewinnabschöpfung und Schadensersatz ausgesprochen. Im Rahmen der Vergleichsgenehmigung zeigt sich, dass Gerichte ihrer geforderten aktiven Rolle aufgrund eines Informationsdefizits nicht gerecht werden können. Es bedarf daher einer Erweiterung der Erkenntnisquellen.

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