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Projekte und Verträge nachhaltig gestalten

Wie häufig müssen wir es in der Praxis erleben, dass gut beratene und durchdachte Projekte unserer Mandanten und Klienten nach einigen Jahren im Streit enden, obwohl in der Startphase alle – und auch wir – davon überzeugt waren, das Projekt werde gelingen. Im Rahmen der Vertragsgestaltung haben wir alle Aspekte bedacht, aber haben wir das wirklich?

 

Gemeinsame Ziele und Interessen kennen

Was wir gemacht haben, war auf alle rechtlichen, steuerlichen und ökonomischen Aspekte sorgfältig zu achten. Dabei haben wir aber den entscheidenden Aspekt übersehen, dass die Zusammenarbeit in dem Projekt nur dann gelingen kann, wenn die Beteiligten auch menschlich zueinanderpassen und miteinander arbeiten können. Erst dann wird dieses Projekt nachhaltig, also von Dauer sein. Wenn wir diese entscheidende menschliche Basis eines Projektes aufbauen wollen, dann müssen alle an dem gemeinsamen Projekt Beteiligten ihre eigenen Ziele und die dahinterstehenden Interessen ebenso kennen wie die der anderen; und vor allem neben den Übereinstimmungen auch mögliche Differenzen zwischen diesen jeweiligen Zielen und Interessen.

 

Wie kann diese Klärung erfolgen?

Erfolgen kann eine Klärung durch die Präventive Projektmediation nach der ZID-Methode. Diese klärt mit den „Werkzeugen“ der Mediation die Ziele und Interessen der Beteiligten und damit eventuelle Fallstricke eines gemeinsamen Vorhabens.

 

Wie sieht das in der Praxis nun konkret aus?

Bei der Präventiven Projektmediation handelt es sich, wie in der Mediation, um einen strukturierten Prozess in mehreren Phasen. Dieser setzt an vor dem Beginn eines gemeinsamen Projektes oder bei Verträgen vor Beginn der eigentlichen Verhandlung der Vertragsbedingungen. Durch Anwendung der „Werkzeuge“, also der Abläufe, Techniken und Prinzipien aus der Mediation, klären die künftigen Partner mit Unterstützung einer Mediatorin, eines Mediators ihre persönlichen und ihre gemeinsamen Ziele und Interessen, aber auch mögliche Ausschlusskriterien (Differenzen). Diese werden so für die Beteiligten transparent und bewusst.

Im nächsten Schritt stellen sie ergebnisoffen fest, ob und - anschließend - wie sie ihr Projekt realisieren können. Ergebnisoffen bedeutet, dass die Beteiligten, wenn sich erweist, dass ihre Vorstellungen zu unterschiedlich bzw. sogar unvereinbar sind, sich von dem gemeinsamen Projekt ganz verabschieden oder einen anderen Weg zur Umsetzung der Projektziele in die Praxis suchen können.

Entscheiden sich die Beteiligten für das Projekt, vereinbaren sie Regeln für ein individuelles Konfliktmanagement, insbesondere für unterschiedliche Ziele, sowie Regeln für eine gute Kommunikation. Gegebenenfalls erarbeiten sie ein gemeinsames Wertefundament mit dem Ziel, das Vertrauen untereinander zu stärken.

Alle Erkenntnisse und Absprachen werden zum Schluss in einer Basisvereinbarung verbindlich festgehalten. Auf dieser nachhaltigen Basis baut dann der juristische Vertrag oder ein anderes Projekt auf.

 

Bei welchen Vorhaben bietet sich die Präventive Projektmediation an?

Die Präventive Projektmediation nach der ZID-Methode vereinigt die Kompetenzen aus Beratung und Mediation zu einem neuen Weg. Sie dient der Vorbereitung komplexer Verträge (z. B. Kooperationen) oder Projekte (z. B. Strukturreformen). Dort reicht der herkömmliche Fokus auf ökonomische, steuerliche und rechtliche Fragen meist nicht aus. Erst die Berücksichtigung der Ziele und Interessen der Beteiligten sowie der bestehenden Differenzen schafft die Basis eines nachhaltigen gemeinsamen Vorhabens, weil die Beteiligten zuerst klären, was und was sie nicht erreichen wollen. Und erst danach wird das Regelwerk des gemeinsamen Projekts angegangen.

Die Präventive Projektmediation nach der ZID-Methode bietet sich z. B. an

  • bei Freiberuflern und Mittelständlern, die eine Partnerschaft oder eine andere Form der Zusammenarbeit anstreben,
  • für die häufig problematische Gestaltung der Unternehmensnachfolge in Familienbetrieben oder
  • bei der Schaffung von neuen Strukturen in Unternehmen, Körperschaften oder Hochschulen.

Die Präventive Projektmediation nach der ZID-Methode finden Sie ausführlich beschrieben in dem Buch:

 

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Nödl

Projekte und Verträge nachhaltig gestalten

Projekte und Verträge nachhaltig gestalten

Mit den Werkzeugen der Mediation

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Der Autor

Michael Nödl, geb. 1959, ist Justitiar und stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands e. V. Zu seinem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Saarbrücken und Mainz absolvierte er 2007 eine Grundausbildung zur Mediation sowie 2010 einen Aufbaukurs Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt an der Konstanzer Schule für Mediation.
Von 2000 bis 2015 war er im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht; von 2005 an Mitglied der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Seit 2021 ist er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden. 

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