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Blockchain schützt die Daten europäischer Unternehmen vor Hacking

Es ist Fakt, dass amerikanische Unternehmen wie Google und facebook, aber auch chinesische Unternehmen wie Tiktok und Alibaba fleißig die privaten Daten von Usern im Netz sammeln. Damit das Gleiche nicht auch noch mit den Daten europäischer Unternehmen geschieht, empfehlen Bettina Uhlich und Heinz-Günter Lux, die soeben das Buch „Blockchain – Wirtschaft im Umbruch“ im Wiley-Verlag veröffentlicht haben, die Blockchain zu nutzen. Sie allein schütze die europäischen Unternehmen vor Hacking.

 

beck-shop.de: Experten betonen immer wieder, dass kein Unternehmen vor Hacking gefeit sei. Warum soll gerade die Blockchain das ändern?

Heinz Günter Lux: Weil die Blockchain ein riesiges Datenregister mit einem enorm großen Fassungsvermögen ist, das alle Daten dezentral speichert. Diese Dezentralität ändert das Spiel. Zum einen, weil die Algorithmen der Blockchain bisher noch nicht einmal von Quantencomputern geknackt werden konnten und zum anderen weil die Daten nicht mehr in einem Zentrum, etwa einer Cloud, gespeichert werden, sondern dezentral auf vielen Rechnern. Sollte doch irgendwann ein Hack gelingen, kann kein Unternehmen erpresst werden, denn die Daten sind immer noch auf vielen Rechnern vorhanden. Das ist bei zentralen Systemen anders. Werden diese angegriffen, sind die Daten weg oder nur noch rudimentär vorhanden. Die Unternehmen sind den Hackern ausgeliefert und zahlen oft hohe Erpressungsgelder. Mit Blockchain hätte das ein Ende.

 

beck-shop.de: Ist diese Botschaft bei den politisch Verantwortlichen angekommen?

Bettina Uhlich: In Brüssel schon. Dort arbeitet man unter Hochdruck an dem Aufbau einer Europäischen Blockchain Infrastruktur (EBSI) mit dem Ziel, die Daten der europäischen Industrie und die Daten der Bürger Europas zu schützen. In Berlin bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Chancen der Blockchain von allen erkannt wurden. Das sollte dringend geschehen, denn wer über Digitalisierung spricht, muss zugleich auch über die Sicherheit der Daten sprechen. Die Blockchain ist aber nicht nur interessant im Hinblick auf Sicherheitsfragen, sondern auch bei Themen wie Kreislaufwirtschaft, Umweltschutz und vielem mehr. Umweltministerin Schulz scheint das im Blick zu haben. Faszinierend ist, dass die Blockchain auch bei diesen Zukunftsfragen massiv helfen kann. All das haben wir in unserem Buch beschrieben.

 

Beck-shop.de: Wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Uhlich / Lux

Blockchain - Wirtschaft im Umbruch

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Warum die Chemieindustrie dabei der wichtigste Treiber ist

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Die Autoren

Die Wirtschaftsingenieurin und Betriebswirtin Dr. Bettina Uhlich ist CIO für die IT-Technik des weltweit agierenden Chemiekonzerns Evonik. Sie wurde 2018 unter die besten drei CIO des Jahres vom Computerwoche und CIO-Magazin gewählt, weil sie auf vorbildhafte Weise die Digitalisierung im Konzern Evonik weltweit vorantreibt.

Heinz-Günter Lux arbeitet seit vielen Jahren in wechselnden Leitungspositionen für den Evonik-Konzern im In- und Ausland, so war er unter anderem Head of Global Business Process Management, Regional Business Line Head North America und Director Controlling and Business Development. Aktuell ist er Teil eines Think Tanks, eines Tochterunternehmens des Konzerns, das sich als Innovationsfabrik versteht: Evonik Digital GmbH. Dort arbeitet er als Senior Digital Strategist.

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