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Steuerliche Änderungen in 2022

Steueränderungen 2022 für Familien, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Immobilieneigentümer

Für 2022 sind einige wichtige Steueränderungen für Familien, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Immobilieneigentümer zu beachten. Im Laufe des Jahres könnten sich aber noch weitere Änderungen ergeben. Zumindest hat die neue Ampelkoalition im Koalitionsvertrag die Umsetzung weiterer Vorhaben angekündigt.

Hier finden Sie die wichtigsten Neuerungen, die bereits feststehen:

 

Steuertarif: Erhöhung des Grundfreibetrags und Abbau der kalten Progression

Ab 2022 erhöht sich der Grundfreibetrag um 240 Euro auf 9.984 Euro. Zum Abbau der sog. kalten Progression werden zusätzlich die übrigen Eckwerte des Steuertarifs um 1,17 % angehoben.

 

Altersvorsorgeaufwendungen: Höchstbeträge für Sonderausgabenabzug steigen

Der Höchstbetrag für abzugsfähige Altersvorsorgeaufwendungen steigt 2022 auf 25.639 Euro (51.278 Euro bei Zusammenveranlagung).

 

Mehr Unterhaltsleistungen abziehbar

Mit dem Grundfreibetrag erhöht sich 2022 auch der Unterhaltsfreibetrag auf 9.984 Euro. Das bedeutet, dass Sie von Ihren Unterhaltsleistungen an die bedürftigen Kinder oder Eltern mehr steuermindernd geltend machen können.

 

Neue Sachbezugswerte

Stellt der Arbeitgeber Ihnen kostenlos oder verbilligt Verpflegung zur Verfügung, sind das sogenannte Sachbezüge. Den Wert dieser Sachbezüge müssen Sie als geldwerten Vorteil versteuern. Die Sachbezugswerte für freie Verpflegung und freie Unterkunft werden jedes Jahr an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Für 2022 gilt: Unterkunft oder Miete (241 Euro/Monat), Verpflegung (270 Euro/Monat), Verbilligt oder unentgeltlich gewährte Mahlzeiten (Frühstück: 1,87 Euro/Tag und Mittag- oder Abendessen: 3,57 Euro/Tag).

 

Höhere Freigrenze für Sachbezüge

Ab 1.1.2022 wird die monatliche Freigrenze für Sachbezüge von derzeit 44 Euro auf 50 Euro angehoben.

 

Corona-Bonus: Zahlung bis Ende März 2022 möglich

In der Zeit vom 1.3.2020 bis 31.3.2022 kann der Arbeitgeber Ihnen aufgrund der Corona-Pandemie Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von insgesamt 1.500 Euro steuerfrei und sozialversicherungsfrei gewähren. Von dieser steuerfreien „Corona-Beihilfe“ können grundsätzlich alle Arbeitnehmer profitieren. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Ein Gehaltsverzicht oder eine Gehaltsumwandlung wird nicht begünstigt.

 

Anhebung des Mindestlohns

Zum 1.1.2022 steigt der Mindestlohn von derzeit 9,60 Euro auf 9,82 Euro. Zum 1.7.2022 wird der Mindestlohn nochmals auf dann 10,45 Euro angehoben.

 

Umsatzsteuersatz in der Gastronomie

Die Umsatzsteuersätze für Restaurant- und Verpflegungsleistungen bleiben bis 31.12.2022 auf 7% gesenkt. Die Regelung gilt nur für Speisen. Getränke sind ausgenommen.

 

Beschäftigung von Minijobbern

Ab dem 1.1.2022 müssen Arbeitgeber von geringfügig Beschäftigten der Minijob-Zentrale melden, wie ihr Mitarbeiter im Minijob krankenversichert ist. Außerdem müssen Arbeitgeber ab dem Jahr 2022 neben der Steuernummer auch die Steuer-Identifikationsnummern ihrer gewerblichen Minijobber im elektronischen Meldeverfahren an die Minijob-Zentrale übermitteln.

 

Grundsteuerreform und Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte

2022 startet die Umsetzung der Grundsteuerreform. Ab dem 1.7.2022 werden nach und nach die Grundsteuerwerte neu festgestellt. Dafür müssen alle Grundstückseigentümer zwischen dem 1.7.2022 und dem 31.10.2022 eine Steuererklärung für ihre Grundstücke sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft abgeben. Maßgeblich für die Wertermittlung sind die Verhältnisse zum 1.1.2022.

 

 

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