Das Phantom der alten Grenze am Zbruc
Kontinuitäten und Brüche sozialräumlicher Strukturen in der Westukraine
Wallstein Verlag
ISBN 978-3-8353-3053-5
Standardpreis
Bibliografische Daten
Einzeldarstellung
Buch. Softcover
2025
Umfang: 300 S.
Format (B x L): 14 x 22,2 cm
Gewicht: 561
Verlag: Wallstein Verlag
ISBN: 978-3-8353-3053-5
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Phantomgrenzen im östlichen Europa
Produktbeschreibung
Seit 2014 ist die Ukraine medial allgegenwärtig. Dabei sind es neben den sprachlichen, religiösen oder politischen Differenzen immer wieder die historischen Grenzen, die für regionale Unterschiede verantwortlich gemacht werden. Sabine von Löwis untersucht in einer Fallstudie an der historischen Grenze am Zbruc die Relevanz vergangener staatlicher Ordnungen für das Alltagsleben in der heutigen Ukraine. Die zu diesem Zweck untersuchten Dorfgesellschaften sind ursprünglich als ein Dorf gegründet und erst durch die Teilungen Polens am Ende des 18. Jahrhunderts durchschnitten worden. Nach 1945 gehörten sie ungetrennt, aber auch nicht vereint, zur Sowjetunion, heute sind sie Teil der unabhängigen Ukraine.
Anhand eines Dorfjubiläums analysiert die Autorin wirtschaftliche, politische und kulturelle Besonderheiten. Viele Unterschiede erscheinen dabei augenfällig, doch haben sie mitnichten zwingend eine separierende Funktion und mitunter befinden sie sich sogar in einem Auflösungsprozess. Die Phantomgrenze erweist sich hier weder als etwas Gegebenes, noch als Konstrukt: Sie entsteht dort, wo eine Gemeinschaft in der Deutung alltäglicher Praktiken und in einer spezifischen Situation ihre Geschichte erinnert.
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