Stöckinger

Care anders denken

Vorstellungen junger Erwachsener zur Gestaltung von Fürsorge

transcript

ISBN 978-3-8394-5141-0

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Bibliografische Daten

eBook. PDF. Weiches DRM (Wasserzeichen)

2020

3 s/w-Abbildungen, 24 Farbabbildungen.

Umfang: 284 S.

Verlag: transcript

ISBN: 978-3-8394-5141-0

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Care - Forschung und Praxis

Produktbeschreibung

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit Jahrzehnten findet im sozialwissenschaftlichen Diskurs ein Austausch über Care statt, bei dem zurecht patriarchale und ökonomische gesellschaftliche Strukturen kritisiert werden. Dabei wurde wenig der Frage nachgegangen, warum Menschen sich um andere kümmern. Das vorliegende Buch nimmt diese Frage in den Blick. Es hilft zu verstehen, warum viele kümmernde Menschen sich in Ausbeutungsverhältnisse begeben und möchte zum Nachzudenken darüber anregen, wie man diese Verhältnisse ändern könnte.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dass Sozialität und gesellschaftlicher Zusammenhalt über Gaben und Geschenke und deren Erwiderung gewährleistet wird, wissen wir schon von soziologischen und anthropologischen Klassikern. Für den aktuellen Care-Diskurs wurden deren Theorien wenig genutzt. Über die Gedankenwelt junger Erwachsener zur Gestaltung von Fürsorge schlägt das vorliegende Buch eine Brücke zwischen klassischen Theorien zur Gabe und Reziprozität und dem aktuellen Diskurs zur Care-Krise.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Verbindung aus Care und Reziprozitäts-/Gabe-Theorien ist bisher nicht verbreitet. Das vorliegende Buch schlägt erste Gedanken zu einem Konzept vor, Care anders zu denken und zu verstehen. Aus mikrosoziologischer Perspektive gibt es weitere Hinweise auf die Gründe für den Erhalt bestehender Ausbeutungsverhältnisse im Sorgebereich. Auf dieser Grundlage ließe sich über Zustand und Ausgestaltung weiterer Care-Bereiche debattieren und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen ihnen diskutieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich mit den Klassikern über das Buch und den von mir über das Buch hinaus beobachteten Zustand unserer Gesellschaft diskutieren. Marcel Mauss, Georg Simmel, Erving Goffman, Alvin Gouldner und Pierre Bourdieu wären hilfreiche Kollegen, um das Konzept zu schärfen. Nancy Fraser, Alessandro Pratesi, Joan Tronto, Kari Wærness, Jean-Claude Kaufmann, Gabriele Winker, Irene Götz, Karl Lenz, Stephan Lessenich und Andreas Schulz wären aktuell spannende Diskutant*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

'Care anders denken' ist der erste Baustein, aus einer beziehungsorientierten Sorgetheorie heraus Kapitalismus- und Gesellschaftskritik zu betreiben.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

transcript Verlag

Hermannstraße 26
33602 Bielefeld, DE

live@transcript-verlag.de

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