
Verkauftes Vaterland
Die moralische Ökonomie des Bodenmarktes im östlichen Preußen 1886-1914
Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN 978-3-647-36765-1
Standardpreis
Bibliografische Daten
eBook. PDF
2021
mit 22 Tabellen.
Umfang: 356 S.
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 978-3-647-36765-1
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft
Produktbeschreibung
Soziale Normen durchziehen alle Lebensbereiche. Sie regeln, welche Formen menschlichen Handelns erlaubt sind und welche als verboten gelten und bei Zuwiderhandeln mit sozialen, finanziellen oder anderen Strafen geahndet werden. Die Studie zeigt am Beispiel des Bodenmarktes im östlichen Preußen, wie im ausgehenden 19. Jahrhundert 'Nation' als Bezugspunkt für wirtschaftliches Handeln verankert wird. Verfechter sowohl der deutschen als auch der polnischen Nation legten ihren Landsleuten die Pflicht auf, ihren Grundbesitz nicht an Angehörige der jeweils anderen Nation zu verkaufen - bei Verstößen dagegen wurden sie als Verräter verunglimpft. Grundbesitzer versuchten hingegen, lukrative Geschäfte einzufädeln, ohne für die Wahl des Käufers bestraft zu werden. Obwohl sowohl deutsche als auch polnische Grundbesitzer dem preußischen Staat ihre Unterstützung für dessen Siedlungspolitik versagten, gelang es letzterem, massiven Einfluss auf die Besitzrechte in den östlichen Provinzen zu gewinnen.
Daniel Benedikt Stienen ist als Projektmitarbeiter an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften tätig.
Autorinnen und Autoren
Produktsicherheit
Hersteller
Brill Deutschland GmbH
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