Erschienen: 30.09.2015 Abbildung von Stach | Weiblichkeitsentwürfe und soziale Distinktion im Reality-TV | 1. Auflage | 2015 | beck-shop.de

Stach

Weiblichkeitsentwürfe und soziale Distinktion im Reality-TV

Bildproduktionen, Rezeptionsprozesse, Transformationen

lieferbar, ca. 10 Tage

Buch. Softcover

2015

300 S.

Barbara Budrich. ISBN 978-3-8474-0664-8

Produktbeschreibung

Anna Stach legt eine umfassende empirische Untersuchung von Weiblichkeitsentwürfen und Optimierungsangeboten in den Reality-Formaten „Germany´s next Topmodel“ und „Die Super Nanny“ sowie ihrer Rezeption vor. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der neuen Ausformung der Mutter-Rolle und der weiblichen Berufsidentität. Reality-TV zeigt sich dabei als aggressives Spiel mit sozialer Differenz und Hierarchie, das auch die Formate und ihre Rezeption bestimmt.

Soziale, kulturelle und ökonomische Wandlungsprozesse treiben gegenwärtig die Veränderung von Weiblichkeitsentwürfen voran. Angebote der Kulturindustrie wie „Germany’s next Topmodel“ und „Die Super Nanny“ ‚thematisieren‘ diesen Wandel in ihren Inszenierungen. Anna Stachs empirische Untersuchung verfolgt eine geschlechtertheoretische und eine medienanalytische Linie: Im Zentrum stehen die Diskussion der Weiblichkeitsentwürfe in ihrer Entwicklungsdynamik wie auch die Untersuchung der medialen Eigenlogiken des Reality-TVs und ihrer Wirkungen.
Die theoretische und methodische Fundierung der Arbeit in Positionen der kritischen Theorie, Psychoanalyse und Geschlechterforschung bedingt, dass auch unbewusste Bedeutungsproduktionen in den Inhalten der Sendungen als auch in Rezeptionsprozessen untersucht werden. Das szenische Verstehen nach Alfred Lorenzer wird theoretisch und praktisch für die Mediananalyse präzisiert und fundiert.
Im aggressiven Spiel mit sozialer Differenz und Hierarchie kommt dem Geschlecht eine große Bedeutung zu, ebenso wie in der Rezeption, die von geschlechterbezogenen Distinktionspraxen gekennzeichnet ist. Diese sind als Reaktionen auf gegenwärtige soziale und ökonomische Veränderungen verbunden, die Ängste auslösen. Diese Ängste werden gewaltförmig beantwortet – sowohl in den medialen Inszenierungen als auch in der Rezeption. Die Untersuchung kommt zu umfassenden und detailreichen Ergebnissen, die hoch relevant für gegenwärtige Fragestellungen zur Veränderung von Geschlecht und dem Umgang mit sozialer Differenz sind.

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