Erschienen: 07.05.2018 Abbildung von Prem | Gleichgültigkeit in Lebensfragen überwinden | 2018 | Klingberger Reihe Nr. 11

Prem

Gleichgültigkeit in Lebensfragen überwinden

Klingberger Reihe Nr. 11

lieferbar, ca. 10 Tage

2018. Buch. 80 S. Softcover

Lenz, Angelika Verlag. ISBN 978-3-943624-41-0

Format (B x L): 14.9 x 21.3 cm

Gewicht: 125 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Klingberger Reihe

Produktbeschreibung

Mit Erreichen der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas 1989 wurde bis heute kein neues politisches Ziel für Europa gesetzt. Die Europäische Union (EU) befasst sich mit sich selbst und liefert keinen substanziellen Beitrag, die aktuellen politischen Krisen, ob in der Ukraine, in Syrien oder in den arabischen Ländern rund ums Mittelmeer zu bewältigen. Die Verbreitung von Nachrichten durch die Informationstechnologie ist stark beschleunigt und überfordert die Bürger soweit, dass die vielfältigen Zusammenhänge der verfügbaren Fakten nicht mehr bewertet werden (postfaktisches Zeitalter), sondern Resignation einsetzt. Die gefühlte Bedrohung verunsichert und verängstigt die Bürger. Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblattes, beschreibt dies in seinem Buch "Weltbeben - Leben im Zeitalter der Überforderung". Sein letztes Kapitel trägt die Überschrift: "Demokratie: Der kommende Aufstand der Bürger". Er beschreibt darin, dass die Säkularisierung der repräsentativen Demokratie eingesetzt hat und die Ausübung von Macht sich grundsätzlich ändern wird. Der Informationsvorsprung der Parlamentarier gegenüber dem Bürger schmilzt und daher muss die Ausübung von Macht in Zukunft viel mehr auf "Transparenz, Teilhabe, Kommunikation und Mitbestimmung" basieren. Das Ergebnis der bisherigen Politik bürdet zukünftigen Generationen neben den Schulden auch ökologische Kredite auf, beispielsweise den Atommüll zu bewachen und mit den hohen Kohlendioxid-Emissionen in der Atmosphäre umzugehen. Statt die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien zu fördern, werden diese gedeckelt. Hier sind heute die Weichenstellungen vorzunehmen. Es bedeutet im Kern, die "Gleichgültigkeit gegenüber Mensch und Umwelt zu überwinden". Sind "Transparenz, Teilhabe, Kommunikation und Mitbestimmung" der Schlüssel für eine Ethik in der Wirtschaft, die mit politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden sollte? Wir haben die Welt von unseren Kindern und Enkelkindern geliehen; was tun wir heute, um sie lebenswert zu erhalten? Muss endlich die Gleichbehandlung von Bürger und Industrie laut Grundgesetz sichergestellt werden? Die Politik gestaltet heute Gesetze, die dem Bürger schlechtere Investitionsbedingungen als der Industrie einräumen (Strombörse Leipzig) und den Bürger bei der Ökostromabgabe, wegen ungerechtfertigter Ausnahmen für die Industrie, stärker belastet. Die Investitionen der Bürger haben aber die Energiewende ermöglicht. In zwei Themenblöcken "Gleichgültigkeit gegenüber dem Menschen" und "Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt" wollen wir die komplexe Aufgabe im Seminar angehen. Es muss die Frage beantwortet werden, ob die EU weiter ohne politischen Integrationskern dahindümpeln kann?

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