Outcasts in Japans Vormoderne
Mechanismen der Segregation in der Edo-Zeit. Festschrift für Ingrid Fritsch
Harrassowitz Verlag
ISBN 978-3-447-19835-6
Standardpreis
Bibliografische Daten
eBook. PDF
2019
55 Abbildungen, 1 Grafik, 1 Karte, 4 Tabellen.
Verlag: Harrassowitz Verlag
ISBN: 978-3-447-19835-6
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Kulturwissenschaftliche Japanstudien
Produktbeschreibung
Für gewöhnlich wird die Edo-Zeit (1603-1868) als eine stark hierarchisch gegliederte Gesellschaft beschrieben. Die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe war hierbei qua Geburt vorbestimmt, und die Kontrolle über die sogenannten vier Stände - Samurai, Bauern, Handwerker und Händler ("shi no ko sho") - oblag ausschließlich der Shogunatsregierung. Der vorliegende Band zeigt nun in 13 Beiträgen zuzüglich einer thematischen Einführung, dass die edo-zeitliche Gesellschaft in Wahrheit alles andere als ein statisches Konstrukt war. Mit der Perspektivierung auf die Gruppe der "Outcasts" eröffnet der Band eine ganz neue Sichtweise auf die tatsächliche Verfasstheit der edo-zeitlichen Gesellschaftsordnung. Im Fokus stehen marginalisierte Gruppen, die aus unterschiedlichen Gründen aus der Normgesellschaft ausgeschlossen waren, sowie ihre inneren Organisationsstrukturen und die Mechanismen ihrer Segregation. Neben den "hinin" und "eta" als wohl bekannteste Outcast-Gruppen der japanischen Gesellschaft werden Prostituierte, Schauspieler, blinde Sänger sowie Bergleute, Gefangene und Wohnsitzlose in die wissenschaftliche Gesamtschau einbezogen. Zusätzlich lassen Repräsentationen der Outcasts auf Karten, Bildern, Theaterbühnen und schließlich auch auf Fotografien der Meiji-Zeit (1868-1912) deutlich werden, dass Outcasts keinesfalls, wie oft behauptet, eine ignorierte oder stigmatisierte Minderheit waren.
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