Grafik für das Drucken der Seite Abbildung von Jaschke / Stähle | Kostbare Einbandbeschläge an armenischen Handschriften | 1. Auflage | 2015 | beck-shop.de

Jaschke / Stähle

Kostbare Einbandbeschläge an armenischen Handschriften

Dokumentation jüngster Maßnahmen zur Bestandserhaltung

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Fachbuch

Buch. Hardcover

2015

208 S. 1094 Farbabbildungen.

Reichert Verlag. ISBN 978-3-95490-053-4

Format (B x L): 21 x 29,7 cm

Gewicht: 1128 g

Produktbeschreibung

Das Matenadaran – „Mesrop-Mashtotz-Institut für Alte Handschriften" in Yerevan /Armenien – ist seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe Es beherbergt die weltweit größte Sammlung armenischer Handschriften, darunter eine große Anzahl von Codices mit silberbeschlagenen Einbänden, die trotz ihrer häufig auffallend kleinen Formate „Prachteinbände“ sind. Die Vielfalt der Beschläge und deren sorgfältige handwerkliche Ausführung – sowohl der Klausuren als auch der dekorativen und ikonographisch bildnerischen Ausstattung – sind bemerkenswert.
Die Armenier haben als erstes Volk schon im Jahr 301 n. Chr. den christlichen Glauben als Staatsreligion angenommen und seit dem 5. Jahrhundert im Schrifttum verbreitet. Trotzdem ist dieses Kulturgut in europäischen Fachkreisen mit wenigen Ausnahmen nahezu unbekannt geblieben.
Margret Jaschke und Robert Stähle geben einen umfassenden Überblick über die historische armenische Einbandkunst, speziell über die verschiedenen Beschlagsarten und ihre Reichhaltigkeit. Das Buch ist systematisch gegliedert nach der handwerklich-technischen Beschaffenheit der Beschläge an den jeweiligen vorderen Einbanddeckeln der Handschriften.
Ein Exkurs zu den unterschiedlichen Verschlusssystemen und deren Entwicklung unterstreicht die Vielfalt und würdigt die handwerkliche Meisterschaft der armenischen Gold- und Silberschmiede.
Mit einer Auswahl von 70 Objekten dokumentieren die Autoren die Instandsetzung schadhafter oder verloren gegangener Beschläge, die sie seit 2001 an über 200 Einbänden vorgenommen haben. Sie halten sich dabei prinzipiell an die weltweit akzeptierten Grundsätze der Restaurierethik. Ihre Auftraggeber wünschen jedoch auch, dass die ursprüngliche Pracht der Bücher weitgehend wieder hergestellt wird. Sie sehen das wertvolle Kulturgut nicht in erster Linie als Forschungsobjekt der Entwicklung des armenischen Schrifttums und der Buchkunst. Bücher werden in Armenien allgemein sehr wertgeschätzt und mit viel Ehrerbietung behandelt. Ihre Ausstattung soll dem Evangelium als Wort Gottes angemessen sein.
Ein ausführliches bebildertes Glossar zu den Fachausdrücken, die bei der Beschreibung der Instandsetzungen verwendet werden, erleichtert nicht nur das Verständnis, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen Vereinheitlichung und Verständigung über die Restaurierung von Metallbeschlägen.
Die Veröffentlichung ist eine Fundgrube für Fachleute der Bestandserhaltung in Museen, Bibliotheken, Archiven – für Restauratoren und Archivare ebenso wie für Liebhaber historischer Bücher. Sie stellt die tatsächlich durchgeführten praktischen Arbeiten authentisch dar, erschließt einen bislang weitgehend unbekannten Aspekt armenischen Kulturgutes und bietet darüber hinaus viele wertvolle Anregungen.

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