Ankündigung Erscheint vsl. April 2021 Abbildung von Müller / Gelbrich | Interkulturelles Konsumentenverhalten | 1. Auflage | 2021 | beck-shop.de

Müller / Gelbrich

Interkulturelles Konsumentenverhalten

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Lehrbuch/Studienliteratur

Buch. Hardcover

2021

Rund 300 S.

Vahlen. ISBN 978-3-8006-6181-7

Format (B x L): 16,0 x 24,0 cm

Produktbeschreibung

Der Besitzer eines thailändischen Ferienhotels hat Strafanzeige wegen eines Gastes eingereicht. Erstaunlicherweise nicht wegen Diebstahls von Handtüchern oder Bademänteln, sondern wegen Rufschädigung. Der Amerikaner hatte sich auf Trip Advisor über die seiner Meinung nach unfreundlichen Hotelangestellten beschwert. Aufgrund eines in Thailand besonders weitgehenden und restriktiven Anti-Verleumdungsgesetzes drohen ihm nun bis zu zwei Jahre Haft.

Aus kulturvergleichender Sicht ist dieses für uns völlig undenkbare Ereignis durchaus erklärbar. Wie auch die aktuellen politischen Ereignisse in China, Russland und ähnlichen Ländern bestätigen, ist im kollektivistischen Kulturraum, in dem die Menschen Machtdistanz akzeptieren, Kritik seit jeher verpönt – zumal öffentliche Kritik.

Die kulturvergleichende Konsumentenforschung stützt sich bei ihren Analysen zumeist auf die sechs Kulturdimensionen von G. Hofstede, zu denen neben Individualismus vs. Kollektivismus und Akzeptanz vs. Ablehnung von Machtdistanz auch Ungewissheitsvermeidung vs. Toleranz, Maskulinität vs. Feminität, pragmatische vs. normative Orientierung und Genussorientierung und Selbstbeherrschung zählen. Im Einzelnen hat sich dabei u.a. gezeigt, dass Angehörige von Gesellschaften, …

  • mit individualistischen Werten intensiver Mundpropaganda betreiben und selbst auch durch persönliche Empfehlungen stärker beeinflussbar sind als kollektivistisch sozialisierte Konsumenten.
  • die Machtdistanz akzeptieren, bereit sind, für prestigeträchtige Luxusartikel, welche einen hohen sozialen Status des Käufers signalisieren, mehr zu bezahlen als Vergleichspersonen, die Machtdistanz ablehnen.
  • die Ungewissheit scheuen, fünf Mal mehr Mineralwasser konsumieren als Ungewissheitstolerante, obwohl das mehr oder weniger kostenlos verfügbare Leitungswasser im Regelfall von bester Qualität und für die Gesundheit völlig unbedenklich ist.
  • mit maskulinen Werten positiver auf aggressiven Humor in Werbespots reagieren als Vergleichspersonen mit femininen Werten.
  • in denen Genussorientierung der Kulturstandard ist, häufiger online einkaufen als Angehörige von selbstbeherrschten Gesellschaften.
  • mit einer pragmatischen Orientierung aufgrund ihres langfristigen Zeithorizonts mehr als normativ Orientierte Wert auf die Haltbarkeit von Gebrauchsgütern legen.

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