Germer

Orient statt Mecklenburg

Die Reisen des Grafen und der Gräfin von Schlieffen 1850 bis 1853

Reichert Verlag

ISBN 978-3-95490-501-0

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Bibliografische Daten

Reisebericht

Buch. Hardcover

2020

29 s/w-Abbildungen, 308 Farbabbildungen.

Umfang: 302 S.

Format (B x L): 21 x 27 cm

Gewicht: 1403

Verlag: Reichert Verlag

ISBN: 978-3-95490-501-0

Produktbeschreibung

In the years 1851–1853 Count Wilhelm von Schlieffen travelled to Egypt and Sudan. He had inherited a large estate in Mecklenburg, but at only 20 was not yet of age. His widowed mother, Countess Sophie von Schlieffen, née von Jagow, strictly guided and supervised his education according to her religious beliefs. She has captured her thoughts on her son’s development in a plethora of diary entries, holding more than 2.700 pages. In order to shield her son from the influence of his family and legal guardian she proceeded to travel with him quite early on, first within Europe, later to Egypt and Sudan. In Egypt and Nubia mother and son, like all tourists, travelled on the Nile via a so-called dahabeah, visiting many ancient monuments. The Egyptologist Richard Lepsius, who was acquainted with the Countess, had provided Count Wilhelm with several Egyptological tasks such as copying or casting inscriptions, which the Count duly fulfilled. Due to a lack of time and because of bureaucratic difficulties he was not able to perform any of a number of excavations, which Lepsius had suggested to him. The Count did, however, bring to Lepsius’ attention the stela of King Nastasen in Dongola, dating to the 4th century BC, which was later gifted to the Egyptian Museum of Berlin by the Egyptian viceroy. From Dongola, the Count and Countess travelled via camel caravan to El-Obeid, the capital of Kordofan, and then continued east towards the Nile. Countess von Schlieffen was the first European woman to have reached the White Nile south of Khartoum. Next to the ancient monuments, the natural world of the foreign countries was of great interest to the Count. Being a keen observer of flora and fauna, he collected hides for the Zoological Museum of Berlin; among these was a newly discovered type of bat, which was named for the Count. As Count Wilhelm spoke Arabic, he was able to converse with people of very diverse ethnicities. His travel journal thus makes for an unusual and remarkably versatile account, in particular of mid-19th century Sudan.
Graf Wilhelm von Schlieffen bereiste in den Jahren 1851-1853 Ägypten und den Sudan. Er war Erbe eines großen Majorates in Mecklenburg, mit 20 Jahren aber noch nicht mündig. Seine früh verwitwete Mutter Gräfin Sophie von Schlieffen geb. v. Jagow hatte seine Erziehung nach ihren religiösen Vorstellungen streng geleitet und überwacht. In ihren mehr als 2.700 Seiten umfassenden erhaltenen Tagebuchaufzeichnungen über die Entwicklung ihres Sohnes hat sie ihre Gedanken niedergeschrieben. Um ihren Sohn dem Einfluss seiner Familie und seines Vormundes zu entziehen, ging sie früh mit ihm auf Reisen, zuerst in Europa, danach waren Ägypten und der Sudan ihr Ziel. In Ägypten und Nubien fuhren Mutter und Sohn, wie alle Touristen, mit einer Dahabije auf dem Nil, um die antiken Monumente zu besichtigen. Der Berliner Ägyptologe Richard Lepsius, mit dem die Gräfin bekannt war, hatte Graf Wilhelm einige ägyptologische Aufträge wie das Kopieren oder Abklatschen von Inschriften mit auf den Weg gegeben, die der Graf auch ausführte. Von Lepsius vorgeschlagene Ausgrabungen konnte der Graf allerdings aus Zeitmangel und aufgrund bürokratischer Schwierigkeiten nicht ausführen. Er machte aber Lepsius auf die in Dongola liegende Stele des Königs Nastasen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. aufmerksam, die später als Geschenk des ägyptischen Vizekönigs in das Ägyptische Museum Berlin kam. Von Dongola aus reisten der Graf und die Gräfin mit einer Kamelkarawane nach el-Obeid, der Hauptstadt des Kordofan und von dort aus östlich bis an den Nil. Gräfin von Schlieffen war die erste Europäerin, die den Weißen Nil südlich von Khartum erreichte. Der Graf war außer an antiken Monumenten vor allem an der Natur der fremden Länder interessiert, ein scharfer Beobachter der Tier- und Pflanzenwelt, er sammelte Tier-Bälge für das Zoologische Museum in Berlin, eine darunter neu entdeckte Fledermausart wurde nach ihm benannt. Da er Arabisch sprach, gelang es ihm mit den Leuten unterschiedlichsten ethnischen Hintergrundes Kontakt aufzunehmen. Sein Reisetagebuch ist deshalb ein ungewöhnlich vielseitiger Berichter, besonders über den Sudan in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Dr. Ludwig Reichert Verlag Inhaberin Ursula Reichert

Tauernstraße 11
65199 Wiesbaden, DE

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