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Dillig

Identität und Maske

Die Aneignung des Anderen in Bearbeitungen des Tristanstoffes im 12. und 13. Jahrhundert

Reichert Verlag

ISBN 978-3-95490-402-0

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2019

Umfang: 336 S.

Format (B x L): 17 x 24 cm

Gewicht: 697

Verlag: Reichert Verlag

ISBN: 978-3-95490-402-0

Produktbeschreibung

The basic prerequisites of identity in the Middle Ages are supposedly already known but loose their significance as soon as identity is concealed, which happens quite often in medieval literature. There are several protagonists who hide their identity either by not naming themselves or by hiding their bodies through a disguise. Therefore, this volume concentrates on episodes in which identity becomes ambiguous thorough the use of disguises. Through this focus, the interdependencies between identity and disguises are explored in depth. In this way, these episodes are not underestimated as droll story elements but are actively used to explain how identity is constructed in medieval literature. It is the aim of this monograph to uncover and analyze the link between identity and disguise and in so doing contribute to a fuller understanding of the different and manifold ways of identity construction in the Middle Ages and to show parallels to modern forms of identity. Subject of the study is the Tristan character who uses disguises in most all Middle High German adaptations due to his illicit love to Isolde and the resulting need for secrecy. Tristan can be understood as the prime example of the options and uses of disguises in the Middle Ages and medieval literature. By concentrating on the Tristan character, the research in this book is part of a bigger scientific discussion on identity in the Tristan stories but fundamentally differs from other works through its focus on Tristan’s disguises such as a pilgrim, a leper or a fool. In addition, this work distinguishes itself from similar works by not only looking at the ‘Tristan’ of Gottfried of Straßburg but including the entire Middle High German Tristan tradition starting from Eilhart of Oberg until the end of the 13th century. As such, the continuations of Ulrich of Türheim and Heinrich von Freiberg and especially the poem ‘Tristan as a monk’ are analyzed to the same degree as Gottfried’s ‘Tristan’. This makes it possible to also look at the differences between these Tristan narrations and their significance for the construction of the identity of a literary character such as Tristan.
Die Grundvoraussetzungen von Identität im Mittelalter gelten als bekannt, verlieren aber ihre Aussagekraft, sobald Identität verheimlicht wird. Gerade in literarischen Texten des Mittelalters ist dies immer wieder der Fall. So gibt es zahlreiche Protagonisten, die ihre Identität verbergen, etwa indem sie ihren Namen nicht nennen oder ihren Körper hinter einer Maske verbergen. Im Fokus des vorliegenden Bandes stehen genau jene Episoden, in denen Identität durch eine Maske uneindeutig wird. Auf diese Weise sollen Möglichkeiten und Interdependenzen von Identität und Maske in der mittelalterlichen Literatur ausgelotet werden. Auf diese Weise werden Masken-Episoden nicht einfach als ‚schwankhafte Motive‘ mittelalterlicher Literatur beiseite geschoben, sondern in Bezug auf ihre Bedeutung für die Konstituierung von Identität in den Fokus gerückt. Ziel der Arbeit ist es, durch Aufdecken und Untersuchen des Zusammenhangs von Identität und Maske ein umfassenderes Bild von Identitätsbildung im Mittelalter in ihrer Differenz und Vielfältigkeit, aber auch in ihren Parallelen zu modernen Identitätsformen zu erhalten. Objekt der Untersuchung ist die Tristanfigur, die aufgrund ihrer Ehebruchsliebe zu Isolde und der damit verbundenen Notwendigkeit von Heimlichkeit beständig zu Masken greift, so dass die Tristanfigur als Paradebeispiel fu¨r mittelalterliche Möglichkeiten der Maske stehen kann. Diese Arbeit ist damit Teil einer umfangreichen Forschung zu Identität der Tristanfigur, unterschiedet sich aber grundlegend von anderen Ansätzen durch ihren Fokus auf den materiellen Masken Tristans, etwa als Pilger, Aussätziger oder Narr. Auch wird in diesem Band nicht nur der ‚Tristan‘ Gottfrieds von Straßburg behandelt, sondern es wird die gesamte mittelhochdeutsche Tristantradition von Eilhart von Oberg bis zum Ende des 13. Jahrhunderts in den Blick genommen. Die Fortsetzungen von Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg und ganz besonders das in der Forschung bislang kaum beachtete Episodengedicht ‚Tristan als Mönch‘ werden so im gleichen Maße auf ihre Aussagekraft hin untersucht wie der ‚Tristan‘ Gottfrieds. Dies erlaubt es, zudem die Varianz dieser „Wiedererzählungen“ und deren Bedeutung für die Konstruktion von Identität einer literarischen Figur ins Blickfeld zu nehmen.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Dr. Ludwig Reichert Verlag Inhaberin Ursula Reichert

Tauernstraße 11
65199 Wiesbaden, DE

info@reichert-verlag.de

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