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Bourgraaf

Hundert Jahre Urkatastrophe. Der Kolonialvertrag 1919

Wie Freund und Feind von Großbritannien erschüttert wurden
2018. Buch. 161 S. Softcover
Cuvillier Verlag ISBN 978-3-7369-9587-1
Format (B x L): 14.9 x 21.1 cm
Gewicht: 219 g
Nachauflage:

Vielleicht ist es gar nicht befremdlich, dass ein zweites Jahrhundert gebraucht wird, um der erstaunlichen Geschichte vom Ende des Ersten Weltkrieges in Paris auf den Grund zu gehen. Deren Brisanz wird anlässlich des hundertjährigen Gedenkens endlich wieder sichtbar. Bisher wurde es im Gedächtnis und Diskurs durch den Zweiten Weltkrieg überlagert. Der britische Alleingang vom Winter 1919 hat zum Verdruss vieler und zum Verderben Europas geführt. Wie waren und sind beiderseits des Atlantiks Freund und Feind davon betroffen? Was lehren uns die Parallelgeschichten von 1919 und 2019, wenn zwischen zwei britischen Alleingängen gegen Europa genau hundert Jahre liegen: Brexits 1919-2019? 2010 meldeten norwegische und deutsche Medien, dass der Krieg von 1914 bis 1918 für Deutschland endlich vorbei sei: die letzten Schulden aus den Reparationszahlungen waren gerade getilgt. Anderes ist allerdings noch nicht vorbei. Der niederländische Historiker Peter de Bourgraaf untersuchte die vergessene Kolonialfrage von Paris als Türöffner der Konferenz und als zentrale Begrifflichkeit. Von dort führte die Spur unmittelbar zur "Urkatastrophe" George F. Kennans, deren gravierende Folgen noch in unserem heutigen Alltag spürbar sind. De Bourgraafs Buch, das im Zuge seiner internationalen Vortragsreihe zustande kam, versteht sich nicht nur als Diskussionsgrundlage für weiterführende Forschungen zu "Versailles", sondern auch als Wegweiser für eine neue Herangehensweise in der Geschichtsbetrachtung. Es richtet sich dabei sowohl an ein geschichtsinteressiertes Publikum wie auch an Fachkreise.

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