Aras

Dinosaurierkind

Essay

Claassen-Verlag

ISBN 978-3-546-10101-1

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Bibliografische Daten

Essay

Buch. Hardcover

2025

Umfang: 192 S.

Format (B x L): 11.5 x 19.1 cm

Gewicht: 252

Verlag: Claassen-Verlag

ISBN: 978-3-546-10101-1

Produktbeschreibung

Eine schockierend schöne Geschichte über eine transnationale Suche nach Gerechtigkeit Sie ist ein Dinosaurierkind. Die Tochter eines Mannes, der so viel Geschichte erlebt hat, dass es kaum in ein Leben zu passen scheint. In zärtlicher Hingabe und doch mit kritischer Distanz schreibt Maryam Aras die politische Biographie ihres Vaters und seiner Generation geflohener Aktivisten aus dem Iran. Sie berichtet von Oppositionellen, die immer an zwei Orten gleichzeitig waren, die für die demokratische Zukunft des Iran stritten und es auch heute noch tun. Viele der in die Jahre gekommenen Aktivisten trugen 1979 wesentlich zum Sturz der Schah-Diktatur bei und führen heute ein Schattendasein. Ihr Verhältnis zur deutschen Linken war gleichermaßen von Anziehung und Abstoßung geprägt. Maryam Aras zeichnet eine lange Tradition vom Kampf gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft. Es ist eine Tradition der sogenannten Dritten Welt, in der der Luxus, unpolitisch durchs Leben zu gehen, nie existiert hat.
Während eines Filmabends entdeckt Maryam Aras ihren Vater auf der Kinoleinwand. Bei einer Protestveranstaltung gegen den Shahbesuch 1967 in Berlin sitzt er zwischen anderen Studierenden auf dem Boden. Für sie ist es der Beginn einer Spurensuche – nach ihrer Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln, der Gewissheit, dass ihr Vater nicht nach Iran reisen kann, der Geschichte seiner und ihrer Politisierung. In diesem literarischen Essay schreibt Maryam Aras die politische Biographie ihres Vaters, zieht Erzähllinien zwischen dem Staatsstreich 1953 in Iran, einer transnationalen 1968er-Bewegung, dem Kölner Arbeiterviertel Mülheim und einer Familiengeschichte, in der der Luxus, unpolitisch durchs Leben zu gehen, nie existiert hat. Für ihre publizistischen Arbeiten, unter anderem für Dinosaurierkind, wurde Maryam Aras 2025 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet. »Maryam Aras gelingt ein großes Kunststück: Sie verwebt die Biographie ihres Vaters und ihr Aufwachsen an seiner Seite mit der Geschichte Irans und der Diaspora in Deutschland. Zugleich erzählt sie vom Kampf um Selbstbestimmung vieler Länder des sogenannten Globalen Südens. Berührend, gehaltvoll, vielschichtig.« Nava Ebrahimi

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Ullstein Buchverlage GmbH

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