Erschienen: 17.11.2005 Abbildung von Willke | Symbolische Systeme | 2005 | Grundriss einer soziologischen...

Willke

Symbolische Systeme

Grundriss einer soziologischen Theorie

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2005. Buch. 348 S. Softcover

Velbrück Wissenschaft Verlag, Weilerswist. ISBN 978-3-938808-01-6

Produktbeschreibung

Mit der Entfaltung der Moderne expandieren die Kommunikationsmedien in eine unübersichtliche Komplexität, die den Ruf nach der "Einheit" der Medien - beispielhaft die Frage nach der Einheit des Rechts oder der Einheit des Geldes - unüberhörbar macht. Alle Komponenten einer systemischen Ordnungsbildung sind bei allen Medien erkennbar. Dies macht es sinnvoll, die Symbolordnungen ausdifferenzierter Funktionssysteme nicht nur als Medien, sondern auch als Symbolsysteme zu begreifen und zu analysieren.

Für eine auf die gegenwärtige Gesellschaft bezogene soziologische Theorie symbolischer Systeme sind es deshalb diese beiden Entwicklungsdynamiken, die den Kern ihrer Problemstellung ausmachen: Welche Merkmale der Operationslogik der symbolisch generalisierten Steuerungsmedien treiben eine Gesellschaftsformation, die sich rückhaltlos dem Primat funktionaler Differenzierung verschrieben hat? Und welche Rückwirkungen hat die entstehende globale Wissensgesellschaft auf ihre Symbolsysteme, die nach wie vor funktional differenziert sind, nun aber nicht mehr von den Prätentionen einer souveränen, national organisierten Politik im Zaum gehalten werden können?

Alle Kommunikation ist symbolisch vermittelt und alle Symbole dienen der Kommunikation. Deshalb hat die Systemtheorie, die auf Kommunikation als Grundbegriff aufbaut, ein legitimes Interesse an Symbolen. Eine soziologische Theorie symbolischer Systeme kann an drei unterschiedlichen Denktraditionen anknüpfen: die Philosophie symbolischer Formen von Ernst Cassirer, die Sprachtheorie von Ferdinand de Saussure und die Systemtheorie von Niklas Luhmann.
Bewusstsein, Sprache und Kommunikation werden als unterschiedliche Systemebenen der Ausbildung symbolischer Formen verstanden, die jeweils ihre eigene Logik ausbilden und damit die Trennung der Welt in radikal geschiedene Symbolsysteme verfestigen. Kernfrage des Buches ist daher, welche Folgen die Trennung der Symbolwelten für die Möglichkeiten des Denkens einerseits, für die Optionen und Risiken möglicher Gesellschaft andererseits zeitigt. Der Mythos einer "Allmacht der Gedanken" ist destruiert. Darüber hinaus gilt, dass die hochkomplexen Symbolwelten der Macht, des Geldes und des Wissens bereits jetzt ein Denken überfordern, das an die elementare Symbolik der Sprache gebunden bleibt.

Deshalb ist es eine der Absichten dieses Textes, allgemeine Grundlagen einer Steuerungstheorie der Symbolsysteme zu skizzieren. Es sind Teilstudien zu einer allgemeinen Steuerungstheorie, die darin begründet sind, dass eine Steuerungstheorie sozialer Systeme unbrauchbar ist, solange sie die besondere Steuerungsproblematik symbolischer Systeme nicht berücksichtigt.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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