Erschienen: 30.11.2011 Abbildung von Stapelfeldt | Der Aufbruch des konformistischen Geistes | 2011 | Thesen zur Kritik der neoliber... | 11

Stapelfeldt

Der Aufbruch des konformistischen Geistes

Thesen zur Kritik der neoliberalen Universität

lieferbar, ca. 10 Tage

2011. Buch. 160 S. Softcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-6119-9

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 209 g

Produktbeschreibung

Die Textsammlung enthält Vorträge und Aufsätze zur Idee emanzipa­torischer Bildung und deren Zerstörung durch die Ordnung des Neoliberalismus. Weil diese Ordnung sich zu einer globalen Wissens­ökonomie verallgemeinert, sind Reflexionen über Tendenzen des Bildungssystems nicht nur als Kulturkritik, sondern vor allem als Kritik des neoliberalen Kapitalismus relevant. Jene neoliberale Liquidierung der Idee von Bildung, die die Geschichte der Zerstörung der Vernunft (Lukács) in neuer Form fortsetzt, wird seit 1995 global durch die Welthandels­organisation und seit mehr als zehn Jahren auf europäischer Ebene durch den Bologna-Prozeß der Europäischen Union in Form von Umstruktu­rierungen der Universitäten durchgesetzt. Der Titelaufsatz klärt in Form von zwölf Thesen über die Logik der neoliberalen Universitätsreform in Deutschland auf. Reflektiert wird über die Konsequenzen dieser Reform für das Studium, die Lehre und die Forschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften.
Die Folgen jener Reform sind vielfältig. Ökonomisch nicht verwertbares Wissen, das vor allem in den Geisteswissenschaften erarbeitet wird, wird nicht mehr gebraucht. Die Forschung wird nicht auf Wahrheit, sondern auf ökonomische Werte verpflichtet. Die Lehre spielt nur noch eine unterge­ordnete Rolle. Das Studium gilt nicht der Bildung, sondern reproduzier­barem, verwertbarem Wissen. Überall, zwischen und in den Universitäten, herrschen der Wettbewerb und die betriebswirtschaftliche Rationalität. Jeder kalkuliert und evaluiert jeden und sich selbst. Es entsteht ein globaler Wettlauf, um zur Elite zu gehören. Das gelingt nur durch Anpassung an den Zeitgeist. Die neoliberale Universität lässt die Ideen der Bildung und der Wahrheit hinter sich, setzt die Lehre herab und verwandelt Studierende in oritäre Charaktere. Das alles geschieht unter der proklamierten Zielsetzung, Forschungsleistungen zu steigern und die Lehre effektiver zu gestalten. Die Universität wird in einen Wirtschaftsbetrieb verwandelt, der Wissens-Kapital und Human-Kapital produziert.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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