Erschienen: 30.06.2015 Abbildung von Schücke | Phonologisch-graphematische Bestimmung des deutschen Kernwortschatzes | 1. Auflage | 2015 | 203 | beck-shop.de

Schücke

Phonologisch-graphematische Bestimmung des deutschen Kernwortschatzes

Eine synchrone Untersuchung am Beispiel der substantivischen Simplizia der Alphabetfolge A bis F

lieferbar, ca. 10 Tage

Buch. Softcover

2015

468 S. 92 s/w-Abbildungen, 21 s/w-Tabelle.

Kovac. ISBN 978-3-8300-8507-2

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 603 g

Produktbeschreibung

Ein in Bezug auf den Begriff „Kernwortschatz“ bestehendes Forschungs¬desiderat wird für das Deutsche im Hinblick auf eine synchrone strukturell-grammatische Beurteilung des Wortschatzes gesehen. Diese Studie soll dazu am Beispiel der substantivischen Simplizia der Alphabetfolge A bis F die Frage beantworten, was mit Blick auf die phonologische und die graphematische Struktur eines Wortes als unmarkiert gilt und welche der Wörter des Korpus infolge dessen als zum Kern des Wortschatzes zu zählen sind. Der hier verfolgte Ansatz wendet sich von der bislang vor allem in etymologischer sowie spracherwerbsmäßiger Hinsicht unter¬nommenen Bewertung des Wortschatzes ab und richtet sich stattdessen auf eine synchron-grammatische Analyse.
Ein unmittelbarer Vergleich der Wortschatzstruktur bezogen auf ver¬schiedene grammatische Teildisziplinen ist nicht möglich, da in Abhängig¬keit von der betroffenen Teildisziplin unterschiedliche Struktureinheiten ma߬geblich sind. Für die Ermittlung des strukturell-grammatischen Kernwort¬schatzes des Deutschen werden die phonologische und die graphe¬matische Struktur der Korpuswörter daher über die Struktureinheit „Silbe“ miteinander assoziiert. Als Silbenkonzept, das diese formale Äquivalenz herstellen soll, dient die sog. CV-Phonologie.
Mithilfe des gewählten Silbenkonzepts werden die Silbenstruktur¬bedingungen im Deutschen ermittelt, relevante Struktureinheiten klassifiziert und die Laut- und Buchstabensequenzen der Korpuswörter segmentiert. Infolge der auf dieser Grundlage analysierbaren Laut- und Schreibstruktur lassen sich die Korpuswörter im Sinne des strukturalistischen Zentrum-Peripherie-Konzepts hierarchisieren. Die unter phonologischer und graphematischer Prämisse als strukturell unmarkiert zu bewertenden Wörter werden als „Kernwörter“ bezeichnet.
Durch den expliziten Phonembezug der Schreibung im Deutschen besteht ein klar hierarchisches Verhältnis zwischen phonologischer und graphematischer Wortstruktur. Aufgrund dieser Dependenzbeziehung und aufgrund der unterschiedlichen maßgeblichen Struktureinheiten muss die Untersuchung notwendigerweise zu dem Schluss kommen, dass eine strukturelle Untersuchung des Wortschatzes lediglich in Einzelfällen eine die grammatischen Teildisziplinen übergreifende Entität „Kernwortschatz“ hervorbringt.

Top-Produkte dieser Kategorie

Unsere Empfehlungen für Sie

Ihre zuletzt angesehenen Produkte

Autoren

  • Rezensionen

    Dieses Set enthält folgende Produkte:
      Auch in folgendem Set erhältlich:
      • nach oben

        Ihre Daten werden geladen ...