Erschienen: 31.01.1991 Abbildung von Scholz | Corpus Vitrearum medii Aevi Deutschland. Studien / Entwurf und Ausführung | 1991 | Werkstattpraxis in der Nürnber...

Scholz

Corpus Vitrearum medii Aevi Deutschland. Studien / Entwurf und Ausführung

Werkstattpraxis in der Nürnberger Glasmalerei der Dürerzeit

vergriffen, kein Nachdruck

129,00 €

inkl. Mwst.

1991. Buch. XX, 360 S. Hardcover

Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft. ISBN 978-3-87157-151-0

Produktbeschreibung

Bisher umfassendste und vielschichtigste Darstellung der Blütezeit der Nürnberger Glasmalerei, deren Voraussetzungen, Zusammenhänge und Entwicklungen, anschaulich gemacht durch die großzügige, der Argumentation des Textes folgende Bebilderung.

Am Beispiel des Großunternehmens des Nürnberger Stadtglasers Veit Hirsvogel d. Ä., das die Nürnberger Glasmalerei über 30 Jahre (1495-1525) hinweg beinahe monopolitisch bestimmte und dessen wechselnder Zusammenarbeit mit den führenden Künstlern am Ort (Wolgemut, Dürer, Baldung Grien, Hans von Kulmbach, Schäufelein, Traut, Springinklee etc.) werden die besonderen Formen der Kooperation von Maler- und Glasmalerwerkstatt, Art und Umfang der Beteiligung des Entwerfers sowie wertstattinterne Verfahrensweisen bei der Herstellung von Glasgemälden untersucht.

Am Anfang steht die auf schriftliche Quellen gegründete Auseinandersetzung mit den spezifischen Voraussetzungen und Bedingungen spätmittelalterlichen Kunstschaffens. Der objektbezogene Hauptteil ist einer getrennten Analyse von Fremdbestimmung und Eigenständigkeit im Zusammenwirken der verschiedenen künstlerischen Kräfte gewidmet: Der wechselnde, jeweils aufs Neue ausgeübte Einfluss der verschiedenen für die Verglasungsaufträge herangezogene Entwerfer auf die Formensprache und Zeichenweise der Glasmaler ist deutlich nachvollziehbar und offenbart zugleich den maßgeblichen Anteil einzelner Meister an der Überwindung älterer Stilformeln und der schrittweisen Ausbildung einer wiederum für längere Zeit verbindlichen einheitlichen Werkstattrichtung.

Die vollständige Sicherung der erhaltenen Bestände Nürnberger Provenienz ergibt außerdem, dass der größere Anteil der Scheiben gar nicht auf eigens für den jeweiligen Fall angefertigte Entwürfe zurückgeht, sondern von den Glasmalern nach bereits benutzten Vorlagen bzw. Kartons selbständig ausgeführt wurde, ohne dass nochmals ein Entwerfer bemüht werden musste. Dieser Rückgriff auf die traditionellen Arbeitsgewohnheiten des Mittelalters bildet das Kernstück der Untersuchung. Die Glasmaler verfügten nach wie vor über ein umfassendes Repertoire, in das selbstverständlich jeder neue Entwurf einging und das gegebenenfalls mehr oder weniger abgewandelt (bis hin zur Serienproduktion) wiederholt Verwendung fand.

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