Erschienen: 31.03.2004 Abbildung von Schmitt-Kilb | 'Never was the Albion Nation without Poetrie' | 2004 | Poetik, Rhetorik und Nation im... | 8, H. 1/2

Schmitt-Kilb

'Never was the Albion Nation without Poetrie'

Poetik, Rhetorik und Nation im England der Frühen Neuzeit

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2004. Buch. VI, 236 S. Softcover

Vittorio Klostermann. ISBN 978-3-465-03333-2

Produktbeschreibung

Was ist englische Literatur, 'English Literature', im 16. Jahrhundert? Eine Kategorie, die heute als selbstverständlich gilt und auf elisabethanische Texte scheinbar problemlos anwendbar ist, wird kompliziert und unscharf, wenn man ihrer frühneuzeitlichen Bedeutung auf den Grund gehen möchte. Der Begriff existiert noch nicht, und schon die Frage, was mit English gemeint sein könnte, ist umstritten, da Englisch zu dieser Zeit ein heterogenes Feld konkurrierender Idiome und Dialekte ist. 'English Literature' ist im 16. Jahrhundert ein Projekt, an dem neben literarischen Texten vor allem solche zur Poetik und Rhetorik beteiligt sind, die sich theoretisch mit Sprache und Literatur auseinandersetzen. Diese sind von Spannungen zwischen dem Wunsch nach kultureller Selbstbehauptung und der oft geäußerten Einsicht in die vermeintliche Beschränktheit des eigenen Idioms gekennzeichnet.

Wie ist es zu verstehen, daß Dante etwa zur gleichen Zeit die Überlegenheit der Volkssprache in einem lateinischen Traktat und die des Lateinischen in einem volkssprachlichen Kommentar behauptet? Auf welcher Grundlage können englische Gelehrte die Rede und das Dichten in der Muttersprache verteidigen, wenn, wie sie selbst offen zugestehen, es keine Vorbilder gibt, die Orientierung bieten, keine Tradition, auf die sich zu beziehen lohnt? Was bedeutet es, wenn einer von ihnen nicht nur das eigene Wohl und Wehe, sondern das der gesamten Nation an den Ausgang einer scheinbar nebensächlichen Reimdebatte knüpft? Und in welches Verhältnis stellen sich genuin literarische Texte zu diesen Überlegungen? Das Nachdenken über Sprache und Literatur birgt eine Fülle von Widersprüchen, die ihre eigene Plausibilität erst durch die Erkenntnis erhalten, daß ästhetische Fragen ihre Berechtigung nur als Teil des Politischen hatten. Das frühneuzeitliche Projekt 'English Literature' ist mit der Herausbildung des Denkens in nationalen Koordinaten verwoben, so wie umgekehrt das Projekt Nation sich an den Debatten um Sprache und Literatur konkretisiert.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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