Erschienen: 28.02.2015 Abbildung von Schmalz | Kommunikation und Interaktion weiblicher Inhaftierter in einer Justizvollzugsanstalt | 2015 | 32

Schmalz

Kommunikation und Interaktion weiblicher Inhaftierter in einer Justizvollzugsanstalt

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2015. Buch. 390 S. 1 s/w-Abbildung, 3 s/w-Tabelle. Softcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-8268-2

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 505 g

Produktbeschreibung

Beim Vergleich von inhaftierten Männern und inhaftierten Frauen, besteht quantitativ gesehen ein großer Unterschied: So sind laut statistischem Bundesamt in Deutschland im Jahr 2012 54.765 Männer und 3.308 Frauen inhaftiert. Frauen stellen also nur einen Anteil von 5,7% aller Inhaftierten. Dieser Unterschied ist auch qualitativ festzumachen: Denn Frauen weisen eine andere Deliktstruktur auf, beispielsweise Gewaltverbrechen kommen wesentlich seltener vor als bei Männern. Zudem besteht eine erheblich geringere Sicherheitsproblematik, betrachtet man die Fluchtversuche, Geiselnahmen und Angriffe auf Bedienstete.
Dennoch existiert im Strafvollzug der Gleichbehandlungsgrundsatz mit männlichen Inhaftierten, es werden also die aus und für den männlichen Strafvollzug entwickelten Leitlinien den Frauen mit übergestülpt. Diese Handhabe führt dazu, dass die JVAs für Frauen nach außen extrem abgesichert sind, die Sicherung aber beispielsweise nicht den Fluchtversuchen der Frauen entspricht. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass inhaftierte Frauen in Deutschland nicht im Mittelpunkt der Betrachtung stehen sondern quantitativ und qualitativ betrachtet Außenseiter sind.
Solche Tendenzen lassen sich auch in der Forschungsliteratur zum Strafvollzug wiederfinden: So sind Studien zu Frauen hinter Gittern eher spärlich, dominanter werden männliche Inhaftierte betrachtet, wobei sogar hier das Forschungsaufkommen als eher gering zu bezeichnen ist. Die Arbeit unternimmt den Versuch, dem Forschungsdefizit gerade im deutschsprachigen Raum etwas entgegenzuwirken.
Das Werk beschäftigt sich mit Kommunikation und Interaktion weiblicher Inhaftierter in einer Justizvollzugsanstalt. Ziel ist es, induktiv ein Grundverständnis für die sehr spezifische und lange eher übersehene Gruppe weiblicher Inhaftierter zu schaffen. Durch eine offene Vorgehensweise wurden iterativ bestimmte Themenkomplexe ausgearbeitet, die alle unter den Bereich der Kommunikation und Interaktion der Inhaftierten Frauen subsumierbar sind.

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