Erschienen: 31.08.2009 Abbildung von Scheidweiler | Maler, Monstren, Muschelwerk | 2009 | Wandlungen des Grotesken in Li... | 659

Scheidweiler

Maler, Monstren, Muschelwerk

Wandlungen des Grotesken in Literatur und Kunsttheorie des 18. und 19. Jahrhunderts

vergriffen, kein Nachdruck

58,00 €

inkl. Mwst.

2009. Buch , geheftet. 528 S

Königshausen & Neumann. ISBN 978-3-8260-3977-5

Format (B x L): 15,5 x 23,5 cm

Gewicht: 910 g

Produktbeschreibung

Maler, Monstren Muschelwerk beschreibt den Bedeutungswandel des Begriffs des Grotesken vom Ro­koko bis zum Vormärz. Ausgehend von Justus Mösers Essay Harlekin oder Ver­tei­di­gung des Groteske-Komischen wird die Verwurzelung des traditionellen Grotesken in der derb-leiblichen Komik der Volkskultur aufgezeigt: Möser ordnet das Groteske einem vor­mo­dernen Körperkonzept zu, dem grotesken Leib, der, enigmatisch, monströs und über sich hin­auswachsend, gleichwohl komisch wirkt. Durch die Ablösung des vormodernen Leibeskanons durch den modernen, der den individualisierten, geglätteten, statuarisch ruhigen Leib vertritt, erfährt der Begriff des Grotesken einen fundamentalen Wandel. Dieser Wandel wird in vier Schritten am Beispiel kunsttheoretischer und literarischer Texte dar­ge­stellt: Vom Grotesken als Form derb-leiblicher Komik in früh­neuzeitlicher Tradition über die Kritik des Früh­klassizismus am Rocaille­ornament, die auf die Pastoralpoesie des Rokoko übertragen wird, hin zur völligen Stigmatisierung des grotesken Leibs im Klassizismus Winckelmanns und endlich zur neuen Sinngebung aus dem Geiste der Autonomieästhetik in der Romantik. Ein Ausblick auf den Vormärz beschließt die Arbeit.

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