Erschienen: 01.12.2013 Abbildung von Scheibner | Der Hund in der mitteleuropäischen Eisenzeit | 2013 | Wirtschaftliche, rituelle und ...

Scheibner

Der Hund in der mitteleuropäischen Eisenzeit

Wirtschaftliche, rituelle und soziale Aspekte

lieferbar (3-5 Tage)

Buch. Hardcover

2013

189 S.

VML Verlag Marie Leidorf. ISBN 978-3-89646-522-1

Format (B x L): 21.2 x 29.7 cm

Gewicht: 981 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Berliner Archäologische Forschungen

Produktbeschreibung

Ausgehend von 163 eisenzeitlichen Tierknochenkomplexen des deutsch-polnischen Raums wird die Nutzung des Hundes als Haustier, Opfertier und Nutztier sowie Gefährte des Menschen untersucht. Eisenzeitliche Hunde waren schlank und meist 50-58 cm groß, auch deutlich kleinere und größere kamen vor, ohne daß Zuchtrassen nachweisbar wären. Der Verzehr von Hundefleisch ist - vielleicht forschungsbedingt - vor allem südwestlich der Elbe bezeugt. Verheilte Verletzungen zeigen die schlechten Lebensbedingungen der Hunde, aber auch Fürsorge des Menschen an. Hundeverbiss an Abfallknochen spricht dafür, daß Hunde in Siedlungen frei umherliefen. Deponate von Hunden dominieren in der Latènezeit sowie räumlich in Mitteldeutschland und in Kujawien. Absichtliche Tötung ist vor allem an Opferplätzen nachweisbar. Hundeknochen in Gräbern sind in der Hallstattzeit besonders häufig. Zur sekundären Nutzung des Hundes als Arbeitstier beim Hüten, Bewachen oder Jagen geben Bildquellen Auskunft. Antike und frühmittelalterliche Schriftquellen als Analogien zeigen gleichfalls die Bedeutung als Beschützer, Attribut chthonischer Gottheiten, Opfertier, Jagdbegleiter und Fruchtbarkeitssymbol. Starting from a catalogue of 163 Iron Age complexes of animal bones in the German-Polish region, this study explores the use of dogs as domestic, sacrificial and working animals and as human companions. Iron Age dogs were slim and some 50 to 58 cm tall, but far smaller and larger specimens are also found while special breeds cannot be proven yet. Eating of dogmeat is mainly attested south-west of the River Elbe - possibly due to the present state of research. Healed injuries attest bad living conditions for dogs, but also a certain amount of human care. Badly gnawed bone waste supports the idea that dogs were freely moving through settlements. Dog deposits are predominantly found in the Latène Period in Central Germany and in Kujawy. Deliberate killing of dogs is mainly attested at ritual sites. Dog bones in graves are particularly frequent in the Hallstatt Period. The secondary use of dogs as working animals for herding, guarding, and hunting is attested by picture sources. As analogies Antique and Early Medieval written sources also attest the importance of dogs as guardians, attribute of chthonic gods, sacrificial animals, hunting companions, and as a symbol of fertility.

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