Erschienen: 30.09.2017 Abbildung von Ruempler | Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters | 1. Auflage | 2017 | beck-shop.de

Ruempler

Tiere in der plastischen Kunst des Mittelalters

lieferbar (3-5 Tage)

Buch. Hardcover

2017

296 S

agenda Verlag GmbH & Co.. ISBN 978-3-89688-574-6

Format (B x L): 22.3 x 25.4 cm

Gewicht: 1285 g

Produktbeschreibung

Im frühen Mittelalter während der karolingischen und ottonischen Epoche werden die Kirchenbauten, aber auch Burgen und Schlösser, zunehmend mit Tierplastiken ausgeschmückt. Die romanische Baukunst führt den Typus der altrömischen Basilika weiter und verziert das Mauerwerk außen und innen, vor allem an Portalen, Fensterrahmen und auf Kapitellen, mit Tierdarstellungen in erstaunlicher Variation der Formen. Neben den häufigsten Arten wie Löwe, Adler oder Schlange tauchen orientalische Tiergestalten wie Elefant, Kamel oder Krokodil auf und auch die Vogelwelt erscheint in großer Formenfülle. Natürlich dürfen Fisch, Frosch, Eidechse oder Schnecke nicht fehlen und sogar die Biene findet sich als heiliges Tier in der romanischen Kunst. In der kunsthistorischen Fachliteratur über die mittelalterliche Tierplastik haben sich im Laufe der Zeit allerdings zahlreiche Fehler eingeschlichen. So werden etwa der Panther als Löwe, der Falke als Geier, die Antilope als Hirsch oder sogar der Flamingo als Vogelstrauß beschrieben. Hier setzt die Arbeit des Zoologen an. 60 Jahre lang ist der Autor als Hobby-Kunsthistoriker auf Reisen durch Europa gefahren, um die mittelalterliche Tierplastik zu studieren und im Bild festzuhalten. 65 verschiedene Tierformen, dazu rätselhafte Fabeltiere, haben Eingang in das Werk gefunden und werden, soweit das möglich ist, in ihrer Bedeutung vorgestellt. Neben dem Studium der Veterinärmedizin und seiner Arbeit als Zoodirektor hat der Autor mit diesem Streifzug durch die mittelalterliche Welt der Tiere in der Architektur sein Lebenswerk zum Abschluss gebracht. Dr. med. vet Götz Ruempler ist 1936 in Wilhelmshaven geboren und seit 1950 in Bremen aufgewachsen. Nach einer kaufmännischen Lehre, Abitur am Abendgymnasium, Studium der Veterinärmedizin in Hannover und Berlin, war er von 1968 bis 1994 Zoodirektor in Rheine/Westf., Bremerhaven und Münster. Seit 1970 ist er Mitglied des Verbandes deutscher Zoodirektoren und war von 1978 bis 1989 dessen Präsident. Seit 1960 hat er Arbeiten über mittelalterliche Plastik, insbesondere Tierplastik und ihre Bedeutung in der mittelalterlichen Kunst verfasst.

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