Erschienen: 12.03.2004 Abbildung von Rösch | Clavis Scientiae | Reprint 2013 | 2004

Rösch

Clavis Scientiae

Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur

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Reprint 2013 2004. Buch. X, 309 S. 5 s/w-Abbildungen. Hardcover

M. Niemeyer. ISBN 978-3-484-18170-0

Format (B x L): 15,5 x 23 cm

Gewicht: 424 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zur deutschen Literatur; 170

Produktbeschreibung

In der diachronen Studie werden Texte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert untersucht, mit dem Ziel, die literarische Verschlüsselung als eine Form der Vermittlung von Faktizität und Fiktionalität im größeren Kontext zweier kultureller Praktiken, der kabbalistisch inspirierten Steganographie sowie der Kryptographie, zu erfassen. Am höfisch-historischen Roman (u.a. M. Opitz/J. Barclay, 'Argenis'; Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg, 'Die römische Octavia') wird der Verlauf der referentialisierenden Lektüre untersucht. Im 18. Jahrhundert verbindet sich das 'Prinzip Schlüssel' mit der Satire bzw. dem Pasquill (Chr.F. Hunold, 'Satyrischer Roman', Chr.M. Wieland, 'Die Geschichte der Abderiten'). Entschlüsselnde Lektüre entfaltete sich im Rezeptionsprozeß der 'Leiden des jungen Werthers' mit unerwarteter Direktheit. Die Rolle der Zensur für das Weiterbestehen des 'Prinzips Schlüssel' läßt sich an E.T.A. Hoffmanns Märchen 'Meister Floh' zeigen; an Klaus Manns 'Mephisto' erweist sich, wie das Konzept gegen den Roman instrumentalisiert werden konnte. Thomas Mann, der in allen Phasen seines Werkes mit dieser Lektüre auf Modelle und Vorbilder hin konfrontiert wurde (untersucht werden 'Buddenbrooks' und 'Doktor Faustus'), reagierte nicht nur mit Verteidigungen ('Bilse und ich') und wenig zutreffender Abwehr (als er sein narratives Prinzip im 'Doktor Faustus' als Montage beschrieb), sondern auch mit ironischer Gegenwehr: In 'Lotte in Weimar' inszenierte er die Entschlüsselungslust der Werther-Zeitgenossen wie der späteren Philologen. Die Einzeluntersuchungen laufen darauf zu, die Referentialisierung als >legitime Form der Lektüre

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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