Erschienen: 05.12.2012 Abbildung von Puschner / Vollnhals | Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus | 2., unveränderte Auflage | 2012

Puschner / Vollnhals

Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus

Eine Beziehungs- und Konfliktgeschichte

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inkl. Mwst.

2., unveränderte Auflage 2012. Buch. 592 S. Hardcover

Vandenhoeck & Ruprecht. ISBN 978-3-525-36996-8

Format (B x L): 16,5 x 24 cm

Produktbeschreibung

Völkisch-religiöse Gruppierungen hofften, dass die 1933 freudig begrüßte Machtübernahme der Nationalsozialisten auch einen »neuen Deutschen Glaubensfrühling« einläuten werde. Dies sollte sich bald als eine illusionäre Selbsttäuschung erweisen. Der deutschchristliche wie auch der konkurrierende »neuheidnische« Flügel der völkisch-religiösen Bewegung scheiterten dabei nicht nur an ihrem Unvermögen, persönliche wie religiös-weltanschauliche Gegensätze zu überwinden und die divergierenden Strömungen und Interessen zu bündeln. Sie hatten vor allem ihre Handlungsspielräume über- und mehr noch das nationalsozialistische Machtkalkül unterschätzt, auch wenn einzelne Gruppierungen und Protagonisten von maßgeblichen Akteuren des polykratischen Systems zeitweise Unterstützung erfuhren.

Hitler hatte mit der Neugründung der NSDAP im Jahr 1925 den ideologischen und religionspolitischen Kurs festgelegt, der der völkischen Überzeugung vom Vorrang der Religion vor der Ideologie, der religiösen Einigung des Volkes in einer »arteigenen« Religion und dem in der von beiden Strömungen ausgegebenen Parole – »ein Volk, ein Reich, ein Glaube« – bündig formulierten Ziel keinen Raum ließ. Mit ihrem Anspruch, im nationalsozialistischen Staat Träger der ihm konformen Kirche oder eines neuen Glaubens sein zu wollen, gerieten sie in Konflikt mit dem totalitären Herrschaftssystem und wurden durch systematische Repression von Partei- und Regierungsstellen innerhalb weniger Jahre marginalisiert.
Die völkisch-religiöse Bewegung im Nationalsozialismus kann insofern als eine komplexe Beziehungs-, vornehmlich aber als eine Konfliktgeschichte charakterisiert werden. Sie ist ein fundamentaler Baustein der multidimensionalen Religionsgeschichte des »Dritten Reiches«.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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