Erschienen: 25.04.2018 Abbildung von Prieler-Woldan | Das Selbstverständliche tun | 2., Mit einem Nachwort von Brigitte Menne | 2019 | Die Salzburger Bäuerin Maria E...

Prieler-Woldan

Das Selbstverständliche tun

Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im NationalsozialismusMit einem Nachwort von Brigitte Menne

sofort lieferbar!

2., Mit einem Nachwort von Brigitte Menne 2019. Buch. 240 S. Hardcover

Studien Verlag. ISBN 978-3-7065-5664-4

Format (B x L): 15,6 x 23,4 cm

Gewicht: 556 g

Produktbeschreibung

Die 53-jährige Witwe, Bergbäuerin, Mutter und Pflegemutter Maria Etzer wird 1943 bei der Gestapo denunziert. Sie sei männersüchtig, vernachlässige ihre Wirtschaft und unterhalte ein intimes Verhältnis zu drei Kriegsgefangenen. Maria Etzer wird wegen 'verbotenen Umgangs' mit Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?
Nach ihrer Entlassung 1945 konnte sie jahrelang nicht in ihren Heimatort zurückkehren. Die katholische Bergbäuerin und Hitlergegnerin bemühte sich nach Kriegsende erfolglos um eine Opferfürsorgerente: Der bei ihr eingesetzte Kriegsgefangene sei ein fleißiger und williger Arbeiter gewesen, und so habe sie ihn auch behandelt. Die 'Schande' blieb jedoch an ihr haften, bis heute - wie auch an anderen Frauen aus dem Salzburgerland, die gleichen Vorwürfen ausgesetzt waren.
Aus Erinnerungen der Enkelgeneration und Akten von Zuchthaus und Opferfürsorge wird das Schicksal Maria Etzers nachgezeichnet.
Das Buch entwirft dabei ein neues Konzept von weiblichem Widerstand als 'Lebenssorge' und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des Nationalsozialismus, die noch auf Rehabilitierung wartet, in den Fokus.

Autoren

  • Dieses Set enthält folgende Produkte:
      Auch in folgendem Set erhältlich:
      • nach oben

        Ihre Daten werden geladen ...