Erschienen: 02.04.2013 Abbildung von Preuth | Risiko Einsamkeit: Gesellschaftliche Bedingungen eines problematischen Gefühlszustands | 2013

Preuth

Risiko Einsamkeit: Gesellschaftliche Bedingungen eines problematischen Gefühlszustands

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2013. Buch. 52 S. Softcover

Bachelor + Master Publishing. ISBN 978-3-95549-224-3

Format (B x L): 19 x 27 cm

Gewicht: 146 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Staatsexamensarbeit

Produktbeschreibung

Einsamkeit wird häufig als Ausdruck sozialer Inkompetenz verstanden, die mit Gefühlen des Schams, des Unbehagens, des Wegblickens und Leugnens verbunden ist. Auch in den wissenschaftlichen Disziplinen ist dieser ‘Turn-away-Effekt’ zu vernehmen, sodass ‘Einsamkeit’ bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in den Sozialwissenschaften weitgehend ignoriert worden ist.
Wie abhängig Individuen von einem sozialen Beziehungsgefüge sind, in dem sie Anerkennung finden und Unterstützung erfahren, zeigen die in der Geschichte wiederholt aufgetretenen Fälle von Wolfskindern oder mutwillig isolierten Kindern.
Ob Psammetich - ein ägyptischer Pharao - oder Kaiser Friedrich II., immer wieder gab es Versuche, Kinder in völliger Isolation aufwachsen zu lassen ohne jegliche menschliche Nähe. Aus der Einsamkeit der Kinder resultierten neben großen Sprachdefiziten auch Bindungsunfähigkeit und geistige Fehlbildungen.
Ein anderes Beispiel aus den Vereinigten Staaten zeigt, dass Frühgeborene im Brutkasten ihren durch Isolierung herbeigeführten, kognitiven Rückstand schneller durch physischen Kontakt aufholen. In der Tierwelt gibt es ähnliche Beobachtungen: Sobald es Neugeborenen an Berührung mangelt, fahren sie ihren Stoffwechsel zurück und hören auf zu wachsen.
Einsamkeitserfahrungen, also die Ablehnung durch andere Menschen, entsprechen der Gefühlslage einer physischen Verletzung. Zu diesem Ergebnis sind die Wissenschaftler der Bowling Green State University in Ohio gekommen.
Dass Einsamkeit eine besondere Aufmerksamkeit verdient, zeigt sich ebenfalls durch gesellschaftliche und innerfamiliäre Sanktionstechniken, die als Strafe den Entzug der Freiheit des Individuums einfordern. Einsamkeitsstrafen gehören sogar zu den zentralen Sozialtechniken.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich zunächst mit dem Oberbegriff ‘Emotionen’ auseinandersetzen, um schließlich auf die Einsamkeit im Speziellen zu kommen. Über eine historische Wandelbarkeit des Begriffs ‘Einsamkeit’ kommt die Autorin zur Abgrenzung des Begriffs gegenüber dem ‘Alleinsein’ und der ‘Sozialen Isolation’. Daran soll eine entsprechende Definition von ‘Einsamkeit’ folgen und die begriffliche Verwendung im Englischen betrachtet werden. Abschließend wird auf die verschiedenen Arten der Einsamkeit eingegangen.

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