Erschienen: 30.06.2004 Abbildung von Pitsoulis | Entwicklungslinien ökonomischen Denkens über Systemwettbewerb | 2004 | 85

Pitsoulis

Entwicklungslinien ökonomischen Denkens über Systemwettbewerb

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2004. Taschenbuch. 255 S. Softcover

Metropolis-Verlag. ISBN 978-3-89518-463-5

Format (B x L): 13,5 x 20,8 cm

Das Werk ist Teil der Reihe: Hochschulschriften; 85

Produktbeschreibung

Systemwettbewerb ist ein komplexes und kontrovers diskutiertes wirtschaftswissenschaftliches Thema, bei dem es um das Konkurrenzverhältnis zwischen Anbietern von Rechtssystemen geht. Diese haben sowohl einen Einfluss auf die Standortentscheidung potenzieller Investoren, die Kosten inländischer Exportprodukte, die Steuersätze und staatlichen Budgets, als auch auf die ?Betriebskosten des Wirtschaftssystems?.
Spielarten dieses Konkurrenzverhältnisses, so zum Beispiel der Wettbewerb lokaler Gemeinwesen um die Bezieher hoher Einkommen oder der Standortwettbewerb von Staaten um internationale Direktinvestitionen, werden von Vertretern miteinander konkurrierender ökonomischer Paradigmen untersucht. Je nachdem, welche Ebene des Wirtschaftssystems untersucht wird und welches grundsätzliche Verständnis von Wettbewerb zugrunde gelegt wird, kommen manche Ökonomen zu dem Ergebnis, dass Systemwettbewerb einen heilsamen Einfluss auf reformunwillige Regierungen ausübt, während andere die möglichen negativen Folgen des Systemwettbewerbs hervorheben.
Die wirtschaftspolitische Beratung sieht sich in einem Dilemma: Sollte beispielsweise die institutionelle Reform der EU so erfolgen, dass Systemwettbewerb zwischen den Mitgliedern gestärkt wird, oder sollte dieser durch Harmonisierung nationalen Rechts ausgeschaltet werden? Sind möglicherweise sogar die üblichen Staatsformen überholt und liegt die beste Antwort auf die Herausforderungen des Systemwettbewerbs in einer Föderation kleiner funktionaler Regionen mit verfassungsmäßig verbrieftem Sezessionsrecht? Welche Theorie des Systemwettbewerbs ? wenn es überhaupt eine solche gibt ? liefert das beste wirtschaftspolitische Entscheidungsmodell? Zur Beantwortung dieser Fragen ist neben einem tiefgehenden Verständnis der ökonomischen Theorie auch ein Verständnis des ökonomischen Wissenswandels nötig, denn die wirtschaftspolitischen Handlungsempfehlungen ändern sich mit der Entwicklung des theoretischen Verständnisses.
Im Rahmen dieser Arbeit werden die Erkenntniswege der neoklassischen und der klassisch-evolutorischen Wettbewerbssicht in Bezug auf den Systemwettbewerb strukturiert miteinander verglichen, um zu beleuchten, warum welche Denkschulen innerhalb dieser beiden großen Strömungen zu voneinander abweichenden Ergebnissen über den Ablauf und die Beurteilung der Wirkungen des Systemwettbewerbs kommen. Ziel der Arbeit ist, die Entwicklungslinien des Wissenswandels aufzuzeigen und dessen Bestimmungsgründe zu analysieren, also warum welche theoretischen Erklärungsansätze und Politikempfehlungen von anderen abgelöst wurden.

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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