Erschienen: 30.09.2007 Abbildung von Panknin-Schappert | Innerer Sinn und moralisches Gefühl | 2007 | 2007 | Zur Bedeutung eines Begriffspa... | 56

Panknin-Schappert

Innerer Sinn und moralisches Gefühl

Zur Bedeutung eines Begriffspaares bei Shaftesbury und Hutcheson sowie in Kants vorkritischen Schriften.

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2007 2007. Buch. 284 S. Softcover

Olms. ISBN 978-3-487-13501-4

Format (B x L): 16 x 24 cm

Gewicht: 519 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Europaea Memoria - Reihe I; 56

Produktbeschreibung

Earl of Shaftesbury und Francis Hutcheson gelten als Begründer der im 18. Jahrhundert in Großbritannien entstandenen Moral-Sense-Ethik, die bislang in der Forschung nur unzureichend gewürdigt wird. Sie steht im Kontext einer Theorie des „inneren Sinnes“, die jenseits einer Unterscheidung von Rationalismus und Empirismus, Kognitivismus und Emotivismus anzusiedeln ist: Shaftesbury und Hutcheson deuten ästhetisches und moralisches Urteilen als Ausdruck eines inneren Bewußtsseins, das mit einem Gefühl der Freude oder Ablehnung verbunden ist und die objektive Bedeutung der Welt bedingt. Die Vorrangigkeit des inneren Sinnes gegenüber dem an den äußeren Sinn gebundenen Verstand stellt einen Paradigmenwechsel in der Geschichte von Ästhetik und Ethik dar, die von nun an nicht mehr theonom begründet werden.
Kants vorkritische Schriften sind maßgeblich von der Moral-Sense-Lehre beeinflußt: Das Bewußtsein einer inneren Erfahrung, das dem an die äußere Erfahrung gebundenen Begreifen vorausgeht, wird Grundlage metaphysischer und moralischer Erkenntnis. Die kritischen Schriften gelangen zu einer Neu¬bewertung des moral sense, insofern er mit dem moralischen Gefühl identifiziert und nur noch als materialer Bestimmungsgrund des Willens anerkannt wird. Kants Wende vom vorkritischen zum kritischen Verständnis des inneren Sinnes und des moralischen Gefühls stellt somit einen Schlüssel zum Verständnis der Revolution der Denkungsart und der Transzendentalphilosophie dar.****************The Earl of Shaftesbury and Francis Hutcheson are considered to be the founders of the 18th-century British ethic of moral sense which has been hitherto insufficiently examined by scholars. Its context is that of a theory of “inner sense” to be established beyond a differentiation between rationalism and empiricism, cognitivism and emotionalism: Shaftesbury and Hutcheson define aesthetic and moral judgements as expressions of an inner consciousness which is linked with the emotions of pleasure or dislike and which conditions our objective view of the world. Placing the inner sense higher than understanding linked to the outward senses presented a paradigm shift in the history of aesthetics and ethics; these could no longer be placed on a theonomous basis.
Kant’s pre-critical works were heavily influencef by the theory of moral sense: the consciousness of an inner experience which precedes the understanding based on outward experience became fundamental to metaphysical and moral knowledge. The critical works achieve a re-evaluation of the moral sense by identifying it with moral feelings and recognising it only as a material basis for the definition of the will. Kant’s move from a pre-critical to a critical understanding of the inner sense and of moral feeling thus provides a key to our understanding of the revolution in thought and of transcendental philosophy.

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