Erschienen: 30.11.2008 Abbildung von Ott | Der Heidelberger Staatsrechtslehrer und preußische Kronsyndikus Hermann von Schulze-Gaevernitz (1824–1888) | 2008 | Leben und Werk | 26

Ott

Der Heidelberger Staatsrechtslehrer und preußische Kronsyndikus Hermann von Schulze-Gaevernitz (1824–1888)

Leben und Werk

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2008. Buch. 308 S. 6 s/w-Abbildungen. Softcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-3994-5

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 386 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Rechtsgeschichtliche Studien; 26

Produktbeschreibung

Der Name Hermann von Schulze-Gaevernitz ist in der rechtsgeschichtlichen Literatur leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu seinen Lebzeiten galt von Schulze-Gaevernitz als Experte auf dem Gebiet des Privatfürstenrechts und seine umfassenden Werke zum Staatsrecht hatten sowohl bei Studenten als auch bei seinen Kollegen großen Erfolg.
Die Studie beleuchtet zunächst Schulzes Lebensweg. Insbesondere die sozialen und familiären Hintergründe sind Gegenstand der Untersuchung. Eingehend betrachtet wird sein politisches Engagement als preußischer Kronsyndikus und als Mitglied der Ersten Kammer des Großherzogtums Badens.
Der zweite Teil analysiert Schulzes Werke vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund. In dem staatsrechtlich so bedeutsamen Jahr 1866 erschien seine erste große Abhandlung auf dem Gebiet des Staatsrechts. Ab diesem Zeitpunkt greift von Schulze-Gaevernitz alle staatsrechtlichen Veränderungen auf, die das 19. Jahrhundert mit sich brachte. Seine Veröffentlichungen sind demnach ein Abbild des staatsrechtlichen Geschehens jener Epoche.
Grundlegendes leistete Schulze durch seine Bearbeitung des preußischen Staatsrechts. Das Werk durchdrang erstmals die Stoffmasse des preußischen Rechts durch ein klar geordnetes System und etablierte sich damit sowohl in der Praxis als auch in der Wissenschaft als unentbehrliches Nachschlagewerk.
Schulzes herausragende Stellung auf dem Gebiet des Privatfürstenrechts wird anhand der wichtigsten Gutachten verdeutlicht, die er zu Hausgesetzen, Erbstreitigkeiten oder Sukzessionsfragen deutscher Adelsgeschlechter erstellte.
Die Studie ist ein Beitrag zur Würdigung der Leistungen eines Gelehrten, der in der staatsrechtlich turbulenten Zeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter seinen Kollegen einen hervorragenden Ruf genoss.

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