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Olschowsky / Petranský / Pók / Przewoznik / Weber

Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa

Erfahrungen der Vergangenheit und Perspektiven
2011. Buch. 388 S. Hardcover
De Gruyter Oldenbourg ISBN 978-3-486-70244-6
Gewicht: 7910 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Das östliche Europa war in besonderer Weise von der Koexistenz unterschiedlicher Ethnien und Konfessionen, verschiedener Identitäten und Mentalitäten, Geschichtsbilder und -mythen geprägt. Das Mit- und Nebeneinander von Mehrheiten und Minderheiten wurde im 20. Jahrhundert durch erhebliche Spannungen und Brüche belastet, die sich auch auf die in diesen Regionen lebenden Deutschen auswirkten. Während der nationalsozialistischen Okkupation wurde Ostmitteleuropa zum Schauplatz einer beispiellosen Vernichtungspolitik, die ungeheure Verluste verursachte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten die Länder Ostmitteleuropas unter sowjetischer Vorherrschaft hinter den „Eisernen Vorhang“ und damit erneut für vier Jahrzehnte unter unfreie Verhältnisse. Im 20. Jahrhundert wurden staatliche Grenzen verschoben, Staaten zeitweise ausgelöscht und neu gebildet, Millionen von Menschen waren von Zwangsmigrationen und Vertreibungen betroffen. Aus all diesen Erfahrungen resultieren bis heute nachwirkende Traumata und unterschiedliche Wahrnehmungen der Vergangenheit, die auch im politischen Kontext des vereinigten Europa Einfluss haben und aktuell sind.
Die Erforschung und Darstellung dieser Wahrnehmungen der Vergangenheit, die sich in konkreten Erinnerungs- und Gedenkorten im Sinne Pierre Noras manifestiert, kann nur im internationalen Kontext erfolgen. Die gemeinsame Befassung mit Erinnerungsorten kann dazu beitragen, tradierte Geschichtsmythen abzubauen, bisherige Geschichtsbilder wechselseitig abzugleichen und zu ergänzen. So können sowohl Wege zu einer transnationalen Geschichtsschreibung als auch zur Verständigung geebnet werden.
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