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Ohainski / Udolph

Die Ortsnamen des Landkreises Osterode

2000. Buch. 272 S.: 1 s/w-Abbildung. Hardcover
Verlag für Regionalgeschichte ISBN 978-3-89534-370-4
Format (B x L): 17 x 25 cm
Das Werk ist Teil der Reihe:
Nur kurze Zeit nach dem Erscheinen des ersten Bandes des Niedersächsischen Ortsnamensbuches mit den Ortsnamen des Landkreises und der Stadt Hannover (1998) legen die beiden Autoren die Fortsetzung ihrer Arbeit mit den Ortsnamen des Landkreises Osterode vor, wobei man sich natürlich fragt, wieso nach Hannover nun Osterode folgt. Mit ihrer Arbeit haben sie drei Zielgruppen im Auge: die Fachwissenschaftler der historischen und sprach-wissenschaftlichen Disziplinen, die Einwohner des Landkreises und die an allen Fragen der Namensforschung Interessierten. Um diese sehr unterschiedlichen Zielgruppen gleichermaßen ansprechen zu können, sind die Autoren Kompromisse eingegangen, haben auf eine allzu sehr ausufernde Beweisführung verzichtet, ohne allerdings auf wissenschaftliche Exaktheit zu verzichten. Die Autoren haben das gesamte Namenmaterial von Orten des heutigen Kreises Osterode, wie er durch die niedersächsische Gebietsreform 1972 entstanden ist, auch von Wüstungen, aufgenommen, die vor 1500/1600 erstmals in Quellen belegt werden, die gedruckt vorliegen. Nach ausführlichen Hinweisen zum Aufbau und zur Benutzung des Lexikonteiles, Erläuterungen zum Inhalt der einzelnen Artikel und einem umfangreichen Abkürzungs- und Zeichenverzeichnis folgen in alphabetischer Reihenfolge die Ortsnamen von +Abbaterode bis Zorge, wobei die einzelnen Ortsartikel jeweils gleich aufgebaut sind. Nach der Nennung des Ortsnamens mit der Angabe, wo der Ort oder die Wüstung lag bzw. liegt, kommen die Quellenbelege mit den verschiedenen Namensformen. Den Belegangaben folgen I. 'Quellenkritische Angaben und Angaben zur Belegentwicklung', II. Bisherige Deutungen', III. 'Eigene Deutungen' und IV. 'Literaturangaben'. Insgesamt haben die Autoren 118 Ortsnamen erfasst und interpretiert. Davon beschreiben 72 Ortsnamen Wüstungen, ein auffälliger Befund, der auf ein wechselvolles mittelalterliches und frühneuzeitliches Siedlungsgeschehen im südwestlichen Harz und Harzrand verweist. Die nach der alphabetischen Ortsnamenbeschreibung auf wenigen Seiten folgende Aufstellung der wichtigsten Ortsnamengrundwörter und Suffixe kann helfen, anhand der Ortsnamengruppen das historische Siedlungsgeschehen altersgemäß zu schichten. Ein Verzeichnis ausgewählter Fachausdrücke hilft auch den interessierten Lesern der Arbeit, den Nichtwissenschaftlern den Zugang zu den Namensinterpretationen. Ein Literatur- und Kartenverzeichnis macht nochmals deutlich, welch umfangreiche Arbeit zu leisten war. Ein Register ermöglicht das schnelles Auffinden des gesuchten Ortsnamens. Eine Übersichtskarte des Landkreises Osterode mit den beschriebenen Orten (auch Wüstungen) macht den Zugang zu dieser hochverdienstvollen Arbeit leichter. Mann kann nur hoffen, dass die nächsten Arbeiten mit den Ortsnamen weiterer Städte und Landkreise bald folgen. Jörg Leuschner (Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 74, 2002)
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