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Karl Barth und Friedrich Schleiermacher 1909-1930

2005. Buch. XIII, 296 S. Softcover
Vandenhoeck & Ruprecht ISBN 978-3-7887-2121-3
Gewicht: 416 g
Dieses Buch betritt forschungsgeschichtliches Neuland, da viele Beiträge zum Thema "Barth und Schleiermacher" von dem Interesse bestimmt waren, Barth entweder in eine theologiegeschichtliche Linie mit Schleiermacher zu stellen oder ihn als die große Gegenposition zu loben oder zu kritisieren. Demgegenüber zeigt Sung Hyun Oh überzeugend: Barth hat seine Theologie in den verschiedenen Phasen seines Wirkens in sehr unterschiedlicher Weise mit Schleiermacher verbunden gesehen oder von ihm distanziert. Die detaillierte Rekonstruktion der sehr verschiedenen Annäherungen und Distanzierungen gegenüber Schleiermachers Theologie bietet eine ebenso lehrreiche wie packende Lektüre. Nach einem Forschungsbericht werden behandelt: Barths positive Schleiermacher-Rezeption 1909 - 1913; der Beginn der Auseinandersetzung mit Schleiermacher, 1914 - 1923; die neue Würdigung Schleiermachers (bemerkenswerterweise aufgrund der Auseinandersetzung mit Brunners Schleiermacher-Kritik) in Göttingen 1924; die reife Systematisierung der Auseinandersetzung mit Schleiermacher in Münster 1926 bis 1930. Sung Hyun Oh zeigt, wie Barth im Rahmen dieser Auseinandersetzung zunehmend die Kulturtheologie gegenüber der Gefühlstheologie in Schleiermachers Werk positiv herausarbeitet und würdigt. Darüber hinaus macht er deutlich, dass Barth eine kritisch-reflektierte Kontinuität reformierter Theologiebildung für sich in Anspruch nimmt, die nicht nur Calvin und Zwingli, sondern auch Schleiermacher intensiv rezipiert und die eigene Theologie im Durchgangdurch das theologische Denken der Reformatoren und Schleiermachers entwickelt.
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