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Oesterhelt

Perspektive und Totaleindruck

Höhepunkt und Ende der Multiperspektivität in Christoph Martin Wielands Aristipp und Clemens Brentanos Godwi
1. Aufl. 2011. Buch. 439 S. Softcover
Wilhelm Fink ISBN 978-3-7705-4851-4
Gewicht: 740 g
Im heutigen Sprachgebrauch ist die »Perspektive« allgegenwärtig. Das ist eine relativ junge Erscheinung. Zunächst Fachbegriff in Optik und Malerei, entfaltet die Perspektive ihre metaphorische Bedeutung erst im Laufe des 18. Jahrhunderts. Die Literatur hat wesentlichen Anteil daran.

Wielands letzter großer Roman »Aristipp« und Brentanos erster und einziger Roman »Godwi« spielen deren metaphorische Ausprägungen als Standpunkt im Gespräch, als Standpunkt des Geschichtsschreibers und als Standpunkt des Kunstbetrachters thematisch und als literarisches Verfahren durch. Die literarische Multiperspektivität findet im spätaufklärerischen Roman einen letzten glanzvollen Höhepunkt, um von der neuen Generation endgültig verabschiedet und durch das Konzept des »Totaleindrucks« ersetzt zu werden.
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