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Oelgeklaus

Den Klimawandel unterrichten

Untersuchung zum Pedagogical Content Knowledge (PCK) von Lehrkräften zum Thema Klimawandel
2012. Buch. 492 S.: 12 s/w-Abbildungen, 23 s/w-Tabelle. Softcover
Kovac ISBN 978-3-8300-6519-7
Format (B x L): 14,8 x 21 cm
Gewicht: 633 g
Das Werk ist Teil der Reihe:
Das Thema Klimawandel ist heute in den Medien vielfach präsent. Auch in den Schulunterricht verschiedener Fächer hält es vermehrt Einzug. Wie dies jedoch geschieht, d.h. welche Themenschwerpunkte unterrichtende Lehrkräfte auswählen, an welches Wissen zu Vorstellungen, Interessen und Vorwissen auf Schülerseite sie anknüpfen und wie sie ihren Unterricht zum Thema Klimawandel methodisch ausgestalten, darüber herrscht bisher noch Ungewissheit.

Dieser Forschungslücke nimmt sich die Arbeit von Helen Oelgeklaus an.

Es wird dafür das Konzept des Pedagogical Content Knowledge (PCK) bzw. des themenspezifischen fachdidaktischen Wissens genutzt und in den weiteren Rahmen der Forschung zu Lehrerprofessionalität gestellt. Die Untersuchung orientiert sich sowohl am deutschsprachigen wie auch am internationalen aktuellen Forschungsstand, diese werden in der Arbeit ausführlich dargestellt, es folgt eine eigene Verortung.

Die empirische Studie ist qualitativ ausgerichtet: In zwei Wellen von (Experten-)Interviews wurden Lehrkräfte der Fächer Biologie, Chemie, Physik und Politik zu ihren Erfahrungen, Ideen und Konzepten zum Unterrichten des Themas Klimawandel in ihren jeweiligen Fächern befragt. Es geht dabei um eine Beschreibung des Ist-Zustandes und einer möglichen Ausdifferenzierung des themenspezifischen fachdidaktischen Wissens über entsprechende Unterrichtserfahrung und -reflexion.

Die Ergebnisse werden anhand von praxisrelevanten Beispielen vorgestellt und sind z.T. unerwartet: Trotz größtenteils zunächst fehlender Unterrichtserfahrung mit dem Thema verfügen die befragten Lehrkräfte über einen reichen Ideenschatz zur unterrichtlichen Umsetzung. Ihre Einschätzung der Schülerperspektive entspricht in weiten Teilen den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen (z.B. aus der Schülervorstellungs-Forschung). Ein traditionelles Themenrepertoire im Themenkomplex Klimawandel konnte für keines der betrachteten Fächer festgestellt werden, wohl aber z.B. fachspezifisch unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Während Lehrkräfte der Chemie und der Physik das Thema Klimawandel eher über inhaltliche Aspekte in ihren Unterricht integrieren bzw. integrieren wollen (Stichwort „Energie“), sehen Lehrkräfte der Biologie und der Politik Anknüpfungspunkte eher auf konzeptioneller Ebene (Stichwort „Systemzusammenhänge“, „Nachhaltigkeit“).

Das Werk gibt damit wichtige Einblicke in das themenspezifische fachdidaktische Wissen von Lehrkräften der vier untersuchten Fächer. Die Ergebnisse werden abschließend in zwölf Leitlinien für die Lehrerbildung zusammengefasst und in die konkrete Praxis der Lehreraus- und -fortbildung übertragen.

Die Studie entstand im Rahmen des interdisziplinären und interuniversitären Projekts „Der Klimawandel vor Gericht“, das für den Zeitraum 2009 / 2010 als Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurde.
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