Erschienen: 28.11.2003 Abbildung von Nienhaus / Reichmut / Reissner | Der Islam in der Politik | 2003

Nienhaus / Reichmut / Reissner

Der Islam in der Politik

Eine Einführung

lieferbar (3-5 Tage)

2003. Taschenbuch. 104 S. Softcover

Wochenschau. ISBN 978-3-89974-076-9

Das Werk ist Teil der Reihe: uni studien politik

Produktbeschreibung

Stefan Reichmuth: Thema Jihad – Die Muslime und die Option der Gewalt in Religion und Staat
Als Schlüsselbegriff für Einsatz und Kampf um der Religion willen steht der Jihad wieder einmal im Mittelpunkt der religiös-politischen Diskussion zum Islam. Das weite Feld seiner Bedeutungen reicht vom ethisch-moralischen Bemühen des Einzelnen bis hin zum Krieg des islamischen Staates gegen nicht-islamische Staaten und Gemeinschaften. Die Lehre vom Jihad wurde in starkem Maße von konkreten historischen Erfahrungen der Muslime bestimmt und lässt bis heute sehr gegensätzliche Deutungen zu. Ausgehend von militanten Tendenzen in der Jugendkultur der heutigen muslimischen Diaspora werden die wichtigsten Elemente der klassisch-islamischen Jihad-Doktrin in ihrem historischen Kontext behandelt. Schließlich geht es um die aktuellen politischen Ausdrucksformen dieser Doktrin in islamischen Staaten und Bewegungen.

Johannes Reissner: Islam als Faktor der Weltpolitik
Behandelt wird zunächst die Frage, wie der Islam als Faktor in der Weltpolitik konzeptionell zu fassen sei. Aus „dem Islam“ selbst das Verhalten von Muslimen erklären zu wollen, ihn quasi als Akteur zu verstehen, führt nicht weiter. Er wurde erst im Zuge der Auseinandersetzung mit dem kolonialistischen Europa zum Faktor der internationalen Politik. Als wichtigste Erscheinungsformen des „politischen Islam“ werden überblicksartig behandelt der Diskurs über den islamischen Staat, das vielfältige islamische Vereinswesens mit zivilgesellschaftlichem Charakter sowie der militante Islam und der islamistische Terrorismus. Im Interesse eines sinnvolleren Politik gegenüber Muslimen muss westliche Politik begreifen, dass sie schon seit langem wesentlicher Mitakteur in der islamischen Welt ist.

Volker Nienhaus: Islamische Wirtschafts-konzepte – Grundlagen, Anwendungen, Perspektiven
Obwohl fast alle islamischen Länder Entwicklungsländer sind, wäre es problematisch, dies allein auf zweifellos vorhandene „Wesenszüge“ islamischer Gesellschaften zurückzuführen. Eine viel größere Rolle spielen in dieser Hinsicht fehlende Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ein geringes Bildungsniveau, die Abkoppelung von der internationalen Wissensgesellschaft sowie die Diskriminierung der Frau – alles keine ausschließlichen Kennzeichen islamischer Gesellschaften.
Obwohl sich islamische Wirtschaftskonzepte im Allgemeinen auf den Koran beziehen, stimmen sie in der Sache weitgehend mit christlich-westlichen Vorstellungen überein. Obwohl es einige nach der Staatsform islamische Republiken (z.B. Pakistan, Iran) und islamisch legitimierte Monarchien (z.B. Saudi-Arabien, Marokko) gibt, ist heute nirgends eine umfassende islamische Wirtschaftsordnung implementiert worden. Überall dominieren säkular-westliche Wirtschaftskonzepte, in die allerdings in einigen Ländern islamische Elemente inkorporiert worden sind. Dank islamischer Sozialeinrichtungen sind in den arabischen Ländern – trotz meist fehlender sozialer Sicherungssysteme – absolute Armut seltener anzutreffen als in anderen Entwicklungsregionen. Trotz anti-westlicher Agitation sollte sich der Westen nicht davon abhalten lassen, die islamischen Konzepte ernsthaft zu betrachten und ihr Reformpotenzial vor dem Hintergrund der autoritären Klientelsysteme islamischer Staaten zu würdigen.

Faruk Sen: Islamische Migration in der Bundesrepublik Deutschland –
integrationsfähig?
Muslime sind in den vergangenen Jahrzehnten zur zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland mt. Seit einigen Jahren ist auch unter muslimischen Zuwanderern der Trend zur Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft gestiegen. Dies ist nur einer der Indikatoren dafür, dass sich Muslime auf ein dauerhaftes Leben in Deutschland eingerichtet haben. Weitere Indikatoren sind die Bemühungen, sich als Religionsgemeinschaft zu etablieren. Dies gilt für die lokale Ebene genauso wie für die landes- oder bundesweite. Diese Bemühungen zielen auf die qualitative Verbesserung des religiösen Lebens und die

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

Autoren

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