Kenologische Versuche
Der Johannesprolog zwischen Nagarjuna, Vasubandhu und Meister Eckhart
Aschendorff Verlag
ISBN 978-3-402-24919-2
Standardpreis
Bibliografische Daten
Biografie
Buch. Hardcover
2022
Umfang: 457 S.
Format (B x L): 15,5 x 23 cm
Verlag: Aschendorff Verlag
ISBN: 978-3-402-24919-2
Produktbeschreibung
Im Zentrum der Deutung steht der Begriff „Logos“. Dieser Begriff wird mithilfe der buddhistischen Denker Nagarjuna und Vasubandhu, sowie des mittelalterlichen Philosophen Meister Eckhart erörtert. Mit Nagarjuna zeigt sich, dass das Seiende aufgrund seiner Inkonsistenz an seinen eigenen Seinsansprüchen zugrunde geht. Bei Vasubandhu hebt sich diese Inkonsistenz in der Form eines Geistes auf, der kein Inneres oder Äußeres mehr hat, sondern reines Denken ist. In Eckharts erster Quaestio Parisiensis zeigt sich, dass gerade diese Leere jeder Seinsbestimmung den Geist – Gott – dazu befähigt, als Grund des Seins zu fungieren. Der Ausdruck und die ursprüngliche Instanziierung dieser Begründungsfunktion ist der Logos, wie er am Anfang des Johannesevangeliums beschrieben wird.
Durch das Ineinandergreifen von buddhistischen und neuplatonisch-christlichen Themen wird eine neue Dimension in der interkulturellen Philosophie offenbar: die Dimension systematischer Zusammenhänge, die Philosophien über Kulturgrenzen hinaus, ohne Über- oder Unterordnungsverhältnis aufeinander bezieht.
Fabien Muller hat in Bonn, Tokio, Louvain-la-Neuve, Hongkong und Heidelberg Philosophie studiert. Zwischenzeitlich lebte er als Benediktinermönch in Luxemburg. Seine Forschung gilt der Philosophie und Theologie der Antike, dem Buddhismus, den Kirchenvätern sowie dem christlichen Orient.
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