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Müller-Kampel

Hanswurst, Bernardon, Kasperl

Spaßtheater im 18. Jahrhundert
2003. Buch. 258 S. Softcover
Schöningh ISBN 978-3-506-75812-5
„Kinder, seid Ihr alle da?“ Von wem, wo und in welchem Ton die Frage gestellt wird und wie sie zu beantworten sei, ist allenthalben wohlbekannt. Das kann nur Kasperl sein, der kindliche Lustigmacher mit Zipfelmütze. Kasperls Ahnherrn, den Hanswurst, hatten ganz andere Ingredienzien genährt: Die Geschichte der Figur reicht in das späte 17. Jahrhundert zurück. Dieser Lustigmacher hatte freilich anderes im Sinn als der heutige Kinderkasperl, nämlich: Völlerei, Wollust und Prügelei.

Das Buch bietet Rundblicke über die phänotypischen Eigentümlichkeiten und Zusammenhänge der lustigen Figur Hanswurst und ihrer komischen Spießgesellen Bernardon und Kasperl, Einblicke in ihre politik- und mentalitätsgeschichtliche Bedingtheit und Ausblicke auf ihre möglichen zivilisationsgeschichtlichen und anthropologischen Horizonte. Im Mittelpunkt stehen stets die komischen Rede- und Aktionsformen von Hanswurst, Bernardon und Kasperl. Reichhaltige Zitationen aus den Originaltexten sowie ein Anhang aus Stücken und Rezeptionsdokumenten sollen nicht nur die Argumentation stützen oder erläutern, sondern überdies den Nachvollzug jenes Lachens ermöglichen, das dem Publikum des 18. Jahrhunderts infolge sittenrichterlicher Pressionen und mentalitätsgeschichtlicher Prozesse nach und nach vergehen sollte.
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