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Müller

Heimerziehung

Entwicklungen, Veränderungen und Perspektiven des Theorie-, Forschungs- und Methodenwissens der stationären Erziehungshilfe
2006. Buch, Buch. 552 S.
Kovac ISBN 978-3-8300-2299-2
Das Werk ist Teil der Reihe:
Die Anspielung von Immanuel KANT, dass nichts so praktisch sei wie eine gute Theorie, wird auch in der Pädagogik häufig zitiert, zudem verstehen mehr als drei Viertel der ErziehungswissenschaftlerInnen ihre Tätigkeit als eine praxisbezogene, sie meinen also, durch ihre Forschungs- und Publikationstätigkeit positiv auf die Praxis wirken zu können.
Ausgangspunkt dieser Studie ist das Theorie-Praxis- Verhältnis und die daran anknüpfenden Folgediskussionen, exemplarisch konkretisiert am Beispiel der Heimerziehung. Die Studie lässt sich von der Hypothese leiten, dass wissenschaftliches Wissen als Ressource konstitutiv für die professionelle Handlungspraxis anzusehen ist und stellt die Ermittlung disziplinärer Wissensbestände zum Thema Heimerziehung ins Zentrum des Interesses. Dem Disziplinwissen wird eine konstitutive Funktion bei der Generierung von Professionswissen zu- geschrieben.
Der Hauptteil "Theorie-, Forschungs- und Methodenwissen" dient der Präsentation der ermittelten disziplinären Wissensbestände. Begriffliche und inhaltliche Vorklärungen zu den Konzepten Wissenschaft und Theorie bilden die Folie für die weiteren Ausführungen.
Die Unterscheidung der Wissenschaft in ein Aussage- und soziales System, sowie das Konzept des Paradigmawechsels erlauben, die Theorieentwicklung als Abfolge mehr oder weniger deutlich abgrenzbarer Paradigmata zu rekonstruieren.
Die Entwicklungslinien sozialpädagogischer Theorieproduktion bieten Anknüpfungsmöglichkeiten zur Rekonstruktion der Theoriediskussionskontexte im Bereich der Heimerziehung. Beginnend in der Nachkriegszeit werden die jeweiligen Theorieofferten zum Gegenstandsbereich Heimerziehung bis zur heutigen Zeit nachgezeichnet. Das Methodenwissen wird analog rekonstruiert. Ausgehend von der klassischen Trias sozialpädagogischer Methoden in der Nachkriegszeit wird die Methodengeschichte des spezifischen Gegenstandes Heimerziehung bis in die heutige Zeit nachgezeichnet.
Ausgehend von eher allgemeinen Ausführungen zu konzeptionellen Fragen sozialpädagogischer Forschung werden in einem zweiten Arbeitsschritt neben den Forschungsperspektiven die wesentlichen empirischen Forschungsresultate präsentiert.
Strukturierendes Kriterium ist die getroffene Unterscheidung zwischen Disziplin-, Praxis- und Professionsforschung. Rückblicke, offene Fragen und Ausblicke schließen das Werk ab.
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