Erschienen: 31.10.2019 Abbildung von Mollenhauer-Klüber / Siebenbrodt | loheland 100 | 1. Auflage | 2019 | beck-shop.de

Mollenhauer-Klüber / Siebenbrodt

loheland 100

Gelebte Visionen für eine neue Welt

sofort lieferbar!

Fachbuch

Buch. Softcover

2019

208 S.

Imhof Verlag. ISBN 978-3-7319-0902-6

Format (B x L): 21.2 x 26.1 cm

Gewicht: 909 g

Das Werk ist Teil der Reihe: Vonderau Museum Fulda

Produktbeschreibung

Die »Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk« wurde 1919 von Louise Langgaard (1883-1974) und Hedwig von Rohden (1890-1987) als Schul- und Siedlungsexperiment in Dirlos bei Fulda gegründet. Als Ausbildungsstätte für Gymnastik und Tanz setzte diese stets durch Frauen geführte private Bildungseinrichtung wie das Bauhaus auf die Einheit der künstlerischen Disziplinen und die Ausbildung aller Talente der Studierenden. Dazu wurden zahlreiche Werkstätten aufgebaut, die wesentlich zum Bildungsprofil und materiellen Erhalt der Siedlung beitrugen. Loheland, dessen Zentrum in der Körperbildung lag, ging wie das Bauhaus aus den europäischen Reformbewegungen hervor, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Antworten auf die zunehmend industrialisierte und globalisierte Welt suchten: das Arts and Crafts Movement in England, die Siedlungs- und Gartenstadtbewegung, die gymnastische Bewegung, die anthroposophische Bewegung Rudolf Steiners ab 1913 und der europäische Reformimpuls des Jugendstils bis hin zum Deutschen Werkbund. Wichtige Anregungen vermittelten auch die künstlerischen Avantgarden, die durch die »Sturm«-Galerie Herwarth Waldens in Berlin zusammengeführt wurden. Schließlich sind Jugendbewegung und Wandervogel sowie die bürgerliche Frauenbewegung mit ihrer Forderung nach Wahlrechten und gleichberechtigtem Bildungszugang für Frauen als historische Bezüge zu nennen. Gleichzeitig wirkten die Loheländerinnen in zeitgenössische Bestrebungen selbst impulsgebend hinein. Vor diesem Hintergrund stellt der Begleitband zur Ausstellung eine Auswahl der Exponate an Kunstwerken, Designobjekten, Werkstatt- und Alltagsgegenständen, Fotos und Dokumenten aus den umfangreichen Sammlungen des Archivs der Loheland-Stiftung zum Teil erstmalig der Öffentlichkeit vor und bindet sie in Beiträge von der Körperbildung bis zum ökologischen Landbau und der Siedlungsanlage ein. Der Fokus liegt auf der erfolgreichen Tätigkeit von 1919 bis 1933.

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