Erschienen: 01.02.2006 Abbildung von Möbius / Potthast | Zum Biozönose-Begriff | 2., erw. Aufl. | 2006 | Kapitel aus Die Auster und die... | 268

Möbius / Potthast

Zum Biozönose-Begriff

Kapitel aus Die Auster und die Austernwirtschaft

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2., erw. Aufl. 2006. Buch. 204 S. Softcover

Harri Deutsch. ISBN 978-3-8171-3406-9

Format (B x L): 12 x 19 cm

Produktbeschreibung

In unserer Gegenwart sind Begriffe wie Ökologie, Lebensgemeinschaft und biologisches Gleichgewicht, die noch vor wenigen Jahrzehnten nur einige Fachwissenschaftler interessierten, populär geworden. Das allgemeine Interesse erwachte aufgrund von Umweltproblemen, die die industrielle Produktionsweise ausgelöst hatte. Aber mit der breiten Anwendung der Begriffe ist nicht ohne weiteres auch ein tieferes Verständnis für die theoretischen Zusammenhänge verbunden, die sich erst auf der Grundlage von Darwins Evolutionstheorie erschließen. Ohne ein solches verständnisvolles Eindringen in die naturgesetzlichen Wechselwirkungen eines Naturhaushaltes sind aber die Möglichkeiten eines für die menschliche Gesellschaft nützlichen Eingreifens in Naturzusammenhänge begrenzt. Diese Erfahrung, die K. A. Möbius und seine Zeitgenossen nur erst an Einzelbeispielen wie der Austernfischerei machten, ist heute ebenfalls Allgemeingut geworden, so daß das Streben nach biologischen und ökologischen Erkenntnissen zunehmend wächst.

Ist doch das Aufsuchen des historischen Ursprungs wichtiger Erkenntnisschritte, an der sich die Problematik noch in klassischer Einfachheit zeigt, oftmals hilfreich zum Verständnis des weitaus komplizierteren Wissenschaftszweiges, zu dem sich die Ökologie, mit Biozönologie und Biogeozönologie in der Gegenwart entwikkelt hat.

In diesem Zusammenhang rückt auch der Name von Karl August Möbius und sein Wirken für die Erforschung von "Lebensgemeinschaften" ins Blickfeld. Die Schrift, in der er 1877 erstmalig den Begriff der "Biocönose" oder "Lebensgemeinde" entwickelte und auf das praktische Beispiel der Austernzucht anwandte, gehört zweifellos zu den wegweisenden Arbeiten, die die Aufnahme in die Reihe von "Ostwalds Klassiker-Ausgaben" verdient.

Es war das besondere Anliegen von K. A. Möbius, seine Forschungsergebnisse möglichst schnell zu popularisieren, und so hatte auch seine "kleine Schrift über die Austernzucht" vor allem den Zweck, "für die verbreiteten irrigen Vorstellungen richtigere zu geben", wie er am 10. Nov. 1876 dem Direktor des Berliner Zoologischen Museums, Wilhelm Peters, schrieb. "Ich möchte über diesen Gegenstand wohl einen Vortrag in der Singakademie in Berlin halten, falls dort in diesem Winter populäre Vorträge wie früher gehalten werden", heißt es weiter. Damit knüpfte Möbius an die von Alexander von Humboldt begründete Tradition der Popularisierung naturwissenschaftlichen Wissens an. Er setzte dieses Wirken fort, als er 11 Jahre später die Direktion des Berliner Museums übernahm und in dem neuen Gebäude des "Museums für Naturkunde" durchsetzte, dass eine allgemeinverständlich und instruktiv gestaltete "Schausammlung" vor allem biologische Gesetzmäßigkeiten zeigte und dort erstmals eine "Austernbank" als biologische Gruppe dargestellt wurde.

Die Geschichte der Ökologie ist in der Wissenschaftsgeschichte noch ein relativ junger Zweig, der sich noch nicht auf zahlreiche Quellenarbeiten stützen kann. Der Kommentator der vorliegenden Abhandlung, Günther Leps, gehört zu den Pionieren auf diesem Spezialgebiet. Seit Mitte der 1960er Jahre widmete er sich im Rahmen der Behandlung philosophischer Probleme der Biologie speziell der Entwicklung ökologischen Denkens und in diesem Zusammenhang der biographischen Forschung über K. A. Möbius. Als erster begann er den Nachlaß von Möbius im Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität Berlin zu erschließen und durch zahlreiche weitere Schriftquellen zu ergänzen, die nur zu einem kleinen Teil für die vorliegende Abhandlung genutzt werden konnte. Als Günther Leps (1934-2000) am 15.12.2000 seiner schweren Krankheit erlag, wurde sein Arbeitsmaterial zur Geschichte der Ökologie dem Museum für Naturkunde Berlin (Histor. Arbeitsstelle) übergeben. Für diese Neuauflage gab er nur noch einige Korrekturwünsche an, die für die Einführung berücksichtigt wurden. Eine generelle Neubearbeitung konnte er nicht mehr vornehmen, und wir geben seinen ursprünglichen Text als historisc

Gesamtwerk

Die 8. Auflage ist wieder auf sechs Bände angelegt. Darin finden sich übersichtlich und in systematischer Gliederung Vertragsmuster aus der Feder erfahrener Experten. Jedem dieser Muster folgen Anmerkungen, mit denen der dem Vertragsentwurf zu Grunde liegende Sachverhalt und die Gründe für die Wahl des spezifischen Formulars erläutert werden.

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