Erschienen: 31.12.2002 Abbildung von Metzger | Hans Schäufelin als Maler | 2002

Metzger

Hans Schäufelin als Maler

vergriffen, kein Nachdruck

128,00 €

inkl. Mwst.

2002. Buch. DCXXIV, 624 S. Hardcover

Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft. ISBN 978-3-87157-198-5

Format (B x L): 24 x 30 cm

Gewicht: 3398 g

Produktbeschreibung

Grundlegende Untersuchung des malerischen Œuvres Hans Schäufelins, das in der Forschung lange Zeit unterschätzt wurde und im Schatten Albrecht Dürers stand. Der ausführlich kommentierte Katalog analysiert alle durch Signatur gesicherte Werke oder anerkannte Zuschreibungen. Die Bearbeitung des ästhetischen und auftragsgeschichtlichen Umfeldes ermöglicht eine Neubestimmung des künstlerischen Rangs Schäufelins.

Seit Jahrzehnten wird auf dem Gebiet der älteren deutschen Kunstgeschichte ein beträchtliches Forschungsdefizit beklagt. Das gilt gerade für Hans Schäufelin, der von 1503 bis 1507 in der Werkstatt Albrecht Dürers gearbeitet hat, dann, nach Aufenthalten in Tirol und Augsburg, bis zu seinem Tode um 1540 in Nördlingen tätig war. Im Gegensatz zu anderen "Meistern um Albrecht Dürer" konnte er das Interesse nur begrenzt auf sich ziehen, und sein Œuvre ist meist nur unter dem Gesichtspunkt der Defizite zu Dürer beachtet worden.

Mit vorliegender Publikation wird erstmals eine auf Vollständigkeit zielende Untersuchung des malerischen Werks Hans Schäufelins unternommen. Dabei fanden historische, kulturhistorische und kunsthistorische Fragestellungen gleichermaßen Berücksichtigung. Im einführenden Teil wird der bearbeitete Werkkomplex in vielfältige Zusammenhänge eingebettet. Der ausführlich kommentierte Katalog beschreibt und analysiert alle durch Signatur gesicherten Werke oder vom Autor anerkannte Zuschreibungen. Die Edition der vorliegenden Archivalien beschließt die Publikation.

Unter Abwägung des ästhetischen und auftragsgeschichtlichen Umfeldes kann der künstlerische Rang Schäufelins neu bestimmt werden. Aus einer Fülle bislang unbekannter Fakten wird eine typische Künstlerkarriere des 16. Jahrhunderts nachgezeichnet. Vor allem aber werden jene Zusammenhänge erfasst, die zur Ausstrahlung der süddeutschen Frührenaissance beitrugen und schließlich auch zur Ausformulierung neuer Bildthemen führten. Dieser konformistische Zug Schäufelins scheint dem Anspruch der Renaissance auf Individualtität zuwiderzulaufen, denn weit mehr noch als Dürer zeigte Schäufelin immer wieder Bereitschaft und Fähigkeit, sich dem Erwartungshorizont seiner anspruchsvollen Klientel anzupassen. Seine im ständigen Wetteifern mit Dürer entwickelten Leistungen auf dem Gebiet humanistischer und reformatorischer Bilderfindung überschreiten dabei oftmals die Grenze rein handwerklicher Berufsausübung. So lassen Leben und Werk Schäufelins beispielhaft die allmähliche Entfaltung der frühen Renaissancekunst in Süddeutschland nachvollziehen. Revidiert werden kann dabei der Vorwurf des vermeintlich Unschöpferischen, aber ebenso das Ideal des aus eigener Intuition schöpfenden "Renaissance-Individuums".

A fundamental examination of Hans Schäufelin's painting Œuvre which, for a long time, was under-evaluated in research and stood in the shadow of Albrecht Dürer. This detailed annotated catalogue analyses all his signed works as well as those recognised to be attributed to him. The treatment of the aesthetical and historical surroundings of the commissions enables a reclassification of Schäufelin's artistic rank.

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