Erschienen: 31.12.2001 Abbildung von Merz | Kooperation beim synchronen audiovisuellen Tele-Lernen | 2001 | Interaktionsprozesse, kritisch... | 89

Merz

Kooperation beim synchronen audiovisuellen Tele-Lernen

Interaktionsprozesse, kritisches Denken und Lernerfolg

vergriffen, kein Nachdruck

84,55 €

inkl. Mwst.

2001. Buch. 322 S. Hardcover

Kovac. ISBN 978-3-8300-0319-9

Format (B x L): 15 x 21 cm

Produktbeschreibung

Moderne Computertechnologien erleichtern zunehmend die Kommunikation und Kooperation von räumlich getrennten Partnern. Ihre Anwendung in der Pädagogik zur Unterstützung kooperativer Lernszenarien eröffnet zahlreiche Chancen. Zugleich existieren aber auch kritische Stimmen.
Dieses Buch bietet zunächst eine detaillierte Aufarbeitung der existierenden pädagogisch- psychologischen Theorien zu den Besonderheiten netzbasierten Lernens, sowohl bei synchronen als auch bei asynchronen Kommunikationsformen. Außerdem gibt es einen Überblick über bisherige empirische Forschungsergebnisse, die die dargestellten Theorien unterstützen.
Die bisher vorherrschenden Theorien gehen meist von Defiziten der computervermittelten Kommunikation aus, die sich negativ auf den Kooperationsprozess und damit auf den Lernerfolg auswirken. Zur Untersuchung dieses Zusammenhangs wird eine empirische Studie vorgestellt. Sie vergleicht Tele- und Präsenz-Lernen von Paaren anhand einer Vielzahl von Kriterien, die sich zum einen auf das Lernergebnis, zum anderen auf unterschiedliche Variablen zur Beschreibung des Lernprozesses beziehen.
Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei das Konzept des kritischen Denkens, das vor allem in den USA sowohl als eigenständiges Lernziel als auch als Voraussetzung für ein tieferes Verständnis der Lerninhalte angesehen wird. Methodisch wurde ein in diesem Bereich neuer Weg beschritten, indem eine Vertrauensperson als Lernpartner eingesetzt wurde, um die Fehlervarianz zu minimieren. Neben dem Vergleich von Tele- und Präsenz-Lernen wurde der Einsatz von Kooperationsanweisungen untersucht, deren Effektivität bereits beim traditionellen kooperativen Lernen nachgewiesen werden konnte.
Gerade in einer potentiell defizitären Tele-Kommunikations-Situation erscheinen solche Techniken erfolgsversprechend. Die Studie hatte einige unerwartete Ergebnisse, die ausführlich diskutiert werden: So scheint kooperatives Tele-Lernen dem Präsenz-Lernen nicht generell unterlegen zu sein - stattdessen lassen sich Bedingungen für den Erfolg netzbasierter Kooperationsformen formulieren. Ebenso sind Kooperationsanweisungen nicht im allgemeinen sinnvoll. Auch hier muss jede Einzelsituation entsprechend geprüft werden.

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