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Das neue Verbraucherinsolvenzverfahren nach der Insolvenzrechtsreform

Die Kommentierungen enthalten zahlreiche Hinweise und Tipps für die Praxis und heben hervor, worauf besonders zu achten ist
Leitfaden 
2015. Buch, Inhalt zweifarbig. 248 S. Softcover
HDS-Verlag ISBN 978-3-941480-72-8
  • Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens
  • Stärkung der Gläubigerrechte
  • Widerruf der Restschuldbefreiung
  • Insolvenzplanverfahren für Verbraucher
  • Mitgliedschaften in Wohnungsbaugenossenschaften
  • Erläuterungen, Übersichten, Praxishilfen, Beispiele

     

    Das reformierte Restschuldbefreiungsverfahren gibt Schuldnern die Chance, schon nach drei Jahren – statt bisher sechs Jahren – von ihren Restschulden befreit zu werden, wenn sie innerhalb dieses Zeitraums mindestens ein Viertel der Forderungen und die Verfahrenskosten bezahlen. Eine Verkürzung von bisher sechs auf fünf Jahre ist möglich, wenn immerhin die Verfahrenskosten vollständig bezahlt werden. Die Möglichkeit einer Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens steht allen natürlichen Personen offen; sie wird nicht auf bestimmte Personengruppen wie Existenzgründer oder Verbraucher beschränkt.

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    Neben der Verkürzung der Restschuldbefreiung werden mit der zweiten Stufe der Insolvenzrechtsreform zahlreiche weitere Regelungen des Verbraucherinsolvenzverfahrens geändert, so z.B.:

     

    • Die Wahrnehmung der Gläubigerrechte wird, wenn es um die Versagung und Erteilung der Restschuldbefreiung geht, erleichtert. Die praktischen Schwierigkeiten führten bisher dazu, dass zuweilen die Restschuldbefreiung erteilt wird, obwohl Versagungsgründe vorliegen. Mit den Maßnahmen zur Stärkung der Gläubigerrechte soll dies künftig verhindert werden.
    • Zukünftig kann der Insolvenzverwalter im Verbraucherinsolvenzverfahren Rechtshandlungen aus dem Zeitraum vor Eröffnung des Verfahrens anfechten und Gegenstände auch dann verwerten, wenn daran Absonderungsrechte geltend gemacht werden.
    • Das bisher dem Regelinsolvenzverfahren vorbehaltene Insolvenzplanverfahren, in dem ablehnende Gläubiger majorisiert werden können, kann nunmehr auch in der Verbraucherinsolvenz durchgeführt werden; es übernimmt die Funktion des entfallenden Schuldenbereinigungsplanverfahrens.
    • Zudem soll nach der neuen Regelung kein außergerichtlicher Einigungsversuch mehr unternommen werden müssen, wenn dieser offensichtlich aussichtslos ist.
    • Mitglieder von Wohnungsgenossenschaften werden in Zukunft in der Insolvenz ähnlich wie Mieter geschützt.
    • Die Neuregelungen werfen zahlreiche Fragen rechtlicher und praktischer Natur auf. Für den Überblick über das in weiten Teilen neu geregelte Verbraucherinsolvenzverfahren und die Neuerungen der Gesetzesreform ist das Buch eine praxisnahe Hilfestellung. Darüber hinaus werden Muster und Übersichten als Arbeitshilfen für die Umsetzung zur Verfügung gestellt.
    • Der Ablauf des reformierten Verfahrens wird erläutert, die geänderten Vorschriften werden einzeln kommentiert. Die Erläuterungen enthalten zahlreiche Hinweise und Tipps für die Praxis und heben hervor, worauf besonders zu achten ist.

     

    Zielgruppe:

    teuerberater, Rechtsanwälte, Fachberater für Sanierung und Insolvenzverwaltung, Wirtschaftsprüfer, Referendare, Richter, Fachanwälte für Insolvenzrecht, Schuldnerberater sowie Mitarbeiter in Banken und Versicherungen.


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    Weitere Informationen zur InsO: Insolvenzordnung
    Von link iconMichael Merten, Rechtsanwalt, Insolvenzverwalter, link iconSinja Schlotter, LL.M., Rechtsanwältin, und link iconKatja Wolff, Rechtsanwältin