Erschienen: 31.05.2006 Abbildung von Merl | Die Beurteilung des Einsatzes von Kreditderivaten in einem Verbundsystem des deutschen Kreditgewerbes | 2006

Merl

Die Beurteilung des Einsatzes von Kreditderivaten in einem Verbundsystem des deutschen Kreditgewerbes

vergriffen, kein Nachdruck

40,50 €

inkl. Mwst.

2006. Buch. 294 S. Softcover

Logos. ISBN 978-3-8325-1247-7

Format (B x L): 14,5 x 21 cm

Produktbeschreibung

Kreditderivate sind Finanzinstrumente, mit denen Kreditrisiken handelbar gemacht werden. Auf den Kapitalmärkten dienen vor allem Staats- bzw. Unternehmensanleihen als Underlying von Kreditderivat-Transaktionen. Fungieren Buch- bzw. Bankkredite als Basisinstrument, kann der Marktversagungstatbestand der Informationsasymmetrie für den Risikokäufer entstehen. Er besitzt im Normalfall einen Informationsnachteil im Vergleich zu einem Kreditinstitut, das bspw. eine im Eigenbestand befindliche Buchforderung mittels eines Kreditderivates absichern möchte. Analog zu den Kapitalmärkten wäre ein allen zugängliches Informationsinstrument (externes Rating) notwendig, welches als vertrauenswürdig für die Quantifizierung des jeweiligen Kreditrisikos einer Bankforderung angesehen wird.

Ein Ansatzpunkt kann in diesem Zusammenhang Basel II bieten. Der zweite Basler Akkord zielt vornehmlich darauf ab, die aufsichtlichen Kapitalanforderungen stärker am ökonomischen Risiko der Banken zu orientieren. So können die Banken bspw. mit dem IRB-Ansatz Buchkredite individuell mit einem eigenen Ratingsystem bewerten. Vor allem der Anreiz, Kreditrisiken zur Reduzierung des aufsichtlichen Eigenkapitals zu optimistisch einzustufen, macht es aber fraglich, ob interne Ratingergebnisse der Banken eine vergleichbare Informationsfunktion wie externe Ratings auf den Kapitalmärkten einnehmen können.

Auf der Basis dieser Problematik wird mit einem Ratingverbund ein Lösungsansatz zum Einsatz von Kreditderivaten aufgezeigt, bei denen Buchkredite als Basisinstrument fungieren. Ein Ratingverbund beschreibt dabei einen Zweckverbund von rechtlich selbständigen Kreditinstituten, der die Kreditderivat-Nutzung für die Mitgliedsinstitute auf der Informationsbasis interner Ratings optimieren möchte. Im Kern ist ein Informations-, Überwachungs- und Anreizsystem zu schaffen, welches die Verbundmitglieder auf der einen Seite veranlasst, Kreditrisiken objektiv zu bewerten und auf der anderen Seite das Vertrauen in diese Ratingergebnisse in einer solchen Organisation stärkt.

Mittels einer Expertenbefragung wird am Beispiel des DSGV-Ratings analysiert, inwieweit die Voraussetzungen für einen Ratingverbund in der Sparkassen-Finanzgruppe gegeben sind. Zusätzlich werden die Ergebnisse der Befragung genutzt, um eine Prognose abzuleiten, ob ein Ratingverbund in der Sparkassenorganisation denkbar ist und inwieweit eine solche Organisation auch bei anderen Banken möglicherweise eine Anwendung findet.

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