Erschienen: 29.02.2016 Abbildung von Maraqa | Die traditionelle Kunstmusik in Syrien und Ägypten von 1500 bis 1800 | 2016 | 4

Maraqa

Die traditionelle Kunstmusik in Syrien und Ägypten von 1500 bis 1800

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Buch. Hardcover

2016

392 S.

Königshausen & Neumann. ISBN 978-3-8260-5970-4

Format (B x L): 16,5 x 24,5 cm

Gewicht: 1020 g

Produktbeschreibung

Ein wesentlicher Beitrag zur arabischen Musikgeschichte einer der dunkelsten und wenig erforschten „Epochen“ der arabischen Musikgeschichte überhaupt, der Zeit vom frühen 16. Jahrhundert bis zum Verblassen des Osmanischen Reichs am Ende des 19. Jahrhunderts.
„Mit der Thronbesteigung des osmanischen Sultans Selim I. (reg. 1512-1520) begann ein neues Kapitel in der Geschichte des osmanischen Reichs; die achtjährige Regierungszeit dieses auch Yavuz (der Gestrenge) genannten Sultans brachte eine Phase der rapiden Ausdehnung, allerdings diesmal nicht ? wie unter seinen Vorgängern ? auf dem Balkan, sondern im Vorderen Orient. Im Jahre 1514 besiegte Selim den Safawiden-ŠahIsma?il (reg. 1501-1524) bei Çaldiran, eroberte die nordirakische Stadt Mosul und drang bis in den Westiran vor. 1516 begann der Sturm auf den Mamlukenstaat mit der Eroberung der Stadt Diyar Bakr in Südostanatolien. Im gleichen Jahr fiel der Mamlukenherrscher Qan?auh al-Gauri (reg. ab 1501) in der Schlacht bei Marg Dabiq, die das Tor zu Aleppo und Damaskus öffnete. Der Nachfolger al-Gauris, und gleichzeitig der letzte Mamlukensultan ?uman Bay, wurde 1517 nach dem Versuch, den Osmanen den Zugang zu der Hauptstadt Kairo zu verwehren, vor einem ihrer Tore gehängt. Unmittelbar darauf bot der šarif von Mekka seine Unterwerfung an und somit, jedoch mit Ausnahme des Jemens, reichte die Macht der osmanischen Sultane bis ins südliche Rote Meer. Nach dieser Zeit sanken die neu eroberten arabischen Städte des Vorderen Orients zu Provinzstädten herab, die zum Teil von neu eingestellten Gouverneuren, zum anderen, und zwar auf Grund ihrer nahen und strategisch bedeutenden Lage, direkt von Istanbul aus verwaltet wurden. In Kairo beispielsweise blieb es sogar bis ins 19. Jahrhundert üblich, „junge Militärsklaven ins Land zu bringen, die nach ihrer Ausbildung und Freilassung eine Art lokaler Aristokratie bildeten“, die zusammen mit den von den Osmanen an der Macht gelassenen Mamluken das Land regierten.“
„Das in vielen Arbeiten über diese Zeit häufig propagierte Bild ist das einer kulturellen und literarischen Dekadenz und eines allgemeinen Niedergangs (?a?r al¬in?i?a?); in der Wirklichkeit ein Konstrukt des Kolonialismus, das in den letzten 150 Jahren von den Menschen im Orient selbst übernommen worden ist. In letzter Zeit steigt jedoch die Tendenz, das Thema sachlicher, vor allem auf kulturimmanenten Charakteristika beruhend, anzugehen. Die vorliegende Arbeit folgt diesem Prinzip und versteht sich letztendlich als kleiner Beitrag zur Erhellung eines wichtigen Aspekts der Kulturgeschichte der Araber unter den Osmanen, nämlich der Musik.“

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