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Löhr

Der Eiserne Sammler

Die Kollektion Hermann Göring - Kunst und Korruption im "Dritten Reich"
2009. Buch. 256 S. Hardcover
Gebr. Mann ISBN 978-3-7861-2601-0
Format (B x L): 21 x 27 cm
Gewicht: 1260 g
In der aktuellen Debatte über Raubkunst standen lange die Opfer der nationalsozialistischen Beschlagnahmungen im Vordergrund. Das Buch »Der Eiserne Sammler « widmet sich einem Menschen, der maßgeblich für die Raubzüge im »Dritten Reich« verantwortlich war: Hermann Göring. Der »Reichsmarschall« baute eine Sammlung auf, die nach dem Krieg in seinem Landhaus »Carinhall« (nördlich von Berlin) gezeigt werden sollte. Sie bestand aus beschlagnahmten Objekten, aus Zwangsverkäufen und aus Erwerbungen aus dem Kunsthandel.

Hermann Göring war als Kunstsammler ebenso berühmt wie berüchtigt. Seine Leidenschaft für die schönen Künste machte ihn zum bedeutenden Kunsträuber. Der zweite Mann im »Dritten Reich« sammelte so viele Objekte wie kaum ein anderer Funktionär. Seine Kollektion bestand aus über 1.700 Gemälden, zu denen noch zahlreiche Wandteppiche, Skulpturen und andere kunsthandwerkliche Objekte kamen. Göring ging beim Aufbau der Sammlung äußerst rücksichtslos vor. Er arbeitete mit dem Kunsträuber Rosenberg zusammen und setzte eine eigene Organisation ein, die »Devisenschutzkommandos«, die in seinem Auftrag in den besetzen Gebieten Kunst beschlagnahmten. Das vorliegende Buch bietet einen Überblick über das Leben des »Reichsmarschalls « und geht auf die Methoden ein, mit denen er Kunst erwarb. Es beschreibt erstmalig auf der Grundlage von französischen Akten die Tätigkeiten der Devisenschutzkommandos, die Göring direkt unterstanden. Zudem werden Herkunft und Verbleib der Kunstobjekte aufgezeigt, zu denen auch Gegenstände aus dem Kunsthandel zählten. Der Anhang bietet einen Katalog von rund 150 Bildern, Teppichen und Statuen, die seit 1945 als verloren gelten.
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